Trump genervt von Moderatorin: So lief das Fernduell mit Biden

Präsident Donald Trump Joe Biden versucht nun ihn mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.  Bild

Eigentlich sollten die Kandidaten in einer gemeinsamen Fernsehdebatte befragt werden. "Möglicherweise habe ich, möglicherweise habe ich nicht", sagte Trump in Miami auf die Frage, ob er sich am 29. September habe testen lassen, bevor er mit seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden in Cleveland zusammentraf.

In Joe Bidens Terminkalender war also ein Zeitfenster frei geworden - was der Sender ABC umgehend nutzte und den Demokraten für eine sogenannte Townhall anfragte, also ein Format, in dem der Spitzenkandidat sich den Fragen der Bürgerinnen und Bürgern stellt.

Moderatorin Savannah Guthrie nahm Trump in die Zange, der reagierte darauf mitunter gereizt.

Selten gehörte Töne auch hier: Biden will, anders als Trump, im Falle seines Sieges nicht mit präsidialen Dekreten am Kongress vorbei durchregieren. "Ich weiß nichts über QAnon", erwidert der Präsident, um kurz darauf hinterherzuschieben: "Ich weiß, sie sind sehr stark gegen Pädophilie, sie kämpfen sehr hart dagegen an". Seine Schulden beliefen sich nur auf "einen winzigen Prozentsatz meines Nettovermögens", sagte Trump. Als ein junger Afro-Amerikaner fragt, was er für ihn im Angebot habe, holte Biden weit aus, sprach minutenlang über Reformen in den Schulen, in denen Sozialpsychologen fehlten, und endete bei staatlich garantierten Darlehen für junge, schwarze Unternehmer.

Das Zentrum für Krankheitskontrolle und -prävention vertritt die Auffassung, dass das Tragen einer Maske der beste Weg ist, sich vor einer Infektion zu schützen, während ein Impfstoff entwickelt wird.

Trump wiederholte am Donnerstagabend seine falsche Aussage, dass nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC 85 Prozent der Menschen, die eine Maske tragen, sich mit dem Virus infizieren. Tatsächlich hatten nach einer CDC-Untersuchung 85 Prozent einer Gruppe von Coronavirus-Infizierten im Juli angegeben, sie hätten in den 14 Tagen zuvor oft oder immer eine Maske getragen. Biden kritisierte zu Beginn erneut Trumps Umgang mit der Coronavirus-Pandemie. Die meisten Gäste trugen keine Maske.

Der Präsident wollte sich wieder nicht darauf festlegen, wann er vor seiner Covid-Erkrankung zuletzt negativ getestet worden war. Dass auch das Weiße Haus und Trumps Ärzte Angaben dazu verweigern, räumt diesen Verdacht nicht aus der Welt. "Jetzt geht das wieder los", sagte Trump sichtlich genervt - und behauptete dann, dass er "seit Jahren" Rechtsradikalismus verurteile.

Quasi im gleich Atemzug sagte er: "Ich verurteile aber auch die Antifa und diese Menschen auf der Linken, die unsere Städte niederbrennen". Doch der ehemalige US-Vizepräsident machte deutlich: Wenn er zum Präsidenten gewählt werde, werde er sich niemals rassistisch oder spalterisch äußern. Er selbst würde auf die Wissenschaft hören, sagte Biden. Und fügte hinzu: "Ich hoffe nicht, dass es bedeutet, dass die Menschen in ethnischen und religiösen Fragen derart im Streit miteinander sind, wie Donald Trump sich das wünscht". An einem virtuellen Duell mit Biden wollte Trump nicht teilnehmen.

Der Sender steht dafür öffentlich in der Kritik: Die frühere NBC-Moderatorin Katie Couric schrieb bei Twitter, zeitgleiche Townhalls seien schlecht für die Demokratie: Die Wähler sollten beides schauen können. Mehr als 210 000 Menschen seien in den USA an den Folgen dieser Infektion gestorben - "und was tut er?" Bleibt die Hoffnung auf das dritte für den 22. Oktober geplante letzte Fernsehduell vor der Wahl am 3. November. Ohne das Risiko, ständig unterbrochen zu werden (wie Trump dies in der ersten TV-Debatte getan hatte), legt der 77-Jährige seine Antworten umfangreich und mit Bedacht an. Biden setzte dann seine eigene TV-Veranstaltung an. Der Präsident hat in landesweiten Umfragen im Schnitt einen Rückstand von zehn Prozentpunkten. Auch in wichtigen Schlüsselstaaten wie Pennsylvania liegt der Trump derzeit hinter Biden. Trump hat sich aber bereits gegen Regeländerungen am Konzept der TV-Duelle ausgesprochen, die die Veranstalter als Konsequenz aus dem Chaos bei der ersten Debatte angekündigt hatten.

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