Börse in Frankfurt - Corona-Angst lässt den Dax absacken

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland

So hat der Einzelhandel seine Umsätze im September deutlich stärker gesteigert als erwartet. Nach den ersten Handelsminuten notierte der deutsche Leitindex 1,59 Prozent tiefer bei 12.821,42 Zählern.

Die bisherige Wochenbilanz sieht für den deutschen Leitindex trotz der aktuellen Gewinne allerdings nicht gut aus: Es ergibt sich aktuell ein Minus. Börsianer warnten derweil, dass die Stimmung unter den Investoren angesichts der vielen politischen Unsicherheiten und der weiter steigenden Corona-Zahlen angegriffen sei.

In die Aktie von Thyssenkrupp kam Schwung. Das britische Unternehmen Liberty Steel wolle noch vor dem Wochenende eine Offerte für das gesamte Stammgeschäft des MDax-Konzerns vorlegen, hatte der "Spiegel" am Vorabend unter Berufung auf eigene Informationen berichtet.

Von der Übernahmefantasie profitierte auch der Branchenwettbewerber Salzgitter mit einem Aufschlag von rund sechs Prozent; für die Papiere des Stahlhändlers Klöckner&Co ging es um knapp fünf Prozent nach oben. Die Stuttgarter hatten die Anleger mit Nachrichten über einen unerwartet guten Verlauf des dritten Geschäftsquartals erfreut.

Im MDax griffen die Anleger weiter nach den Papieren des Kochboxenversenders Hellofresh, der als einer der Profiteure der Pandemie gilt. Allen voran führten Daimler -Papiere mit einem Kursaufschlag von mehr als vier Prozent. Am Freitag stand am Ende ein Plus von knapp sieben Prozent zu Buche. Auch an Europas Börsen ging es wieder voran, der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte zuletzt mit 0,78 Prozent im Plus bei 3217,70 Punkten. Nach bereits am Vortag angehobenen Jahreszielen stachen zudem im Nebenwerteindex SDax die Aktien von Tierbedarfshändler Zooplus mit einem Aufschlag von fast sechs Prozent hervor. Der Pariser Cac 40 und der Londoner FTSE 100 büßten jeweils rund 2 Prozent ein. In New York gab der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss nur leicht nach.

Der Kurs des Euro legte zu: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1741 (Donnerstag: 1,1698) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8517 (0,8549) Euro. Der Rentenindex Rex stieg um 0,21 Prozent auf 146,48 Punkte. Der Bund-Future rückte um 0,12 Prozent auf 176,03 Punkte vor.

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