Lehrer enthauptet: Terror in Paris - wieder Mohammed-Karikaturen das Motiv

Menschen setzen ein Zeichen gegen Terror

In einem Vorort von Paris ist ein Lehrer grausam getötet worden. Dieser soll seinen Schülern Mohammed-Karikaturen gezeigt haben. Das Opfer, ein 47-jähriger Geschichtslehrer, hatte zahlreiche Wunden am Oberkörper und Kopf und wurde enthauptet aufgefunden, wie Ricard sagte.

Elf Menschen aus dem Umfeld des Täters befinden sich inzwischen in Polizeigewahrsam. Laut Medien versuchte der Jugendliche, die Polizisten anzugreifen, woraufhin diese auf ihn schossen und ihn dabei töteten.

Nach der als Terrorismus eingeschätzten Ermordung eines Lehrers bei Paris ist eine weitere Person in Polizeigewahrsam genommen worden. Er soll nach der Tat im Netz mit dem Tod des Mannes geprahlt haben. "Ich habe einen Ihrer Höllenhunde hingerichtet, der es wagte, Mohammed herabzusetzen".

Neun Personen wurden in Zusammenhang mit der Tat bisher festgenommen, das bestätigte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft der Deutschen Presse-Agentur. Der Vater einer Schülerin hatte zudem im Netz gegen den Lehrer mobilisiert. Der Lehrer zeigte im Unterricht entsprechende Karikaturen.

Bei dem Opfer handelt es sich um einen Geschichtslehrer, der seinen Schülern im Rahmen seines Unterrichts über Meinungsfreiheit umstrittene Mohammed-Karikaturen gezeigt hatte. Daraufhin habe es an der Schule Diskussionen darüber gegeben. Er sei bedroht worden, berichtete der Sender Franceinfo.

Am Samstag wurden Blumen vor der Schule des Geschichtslehrers abgelegt. Ein Angreifer hatte es nun ausgerechnet auf einen Lehrer abgesehen, der den Schülern Meinungsfreiheit nahebringen wollte.

Der Vorfall hatte sich im Pariser Vorort Conflans-Sainte-Honorine ereignet. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte von einem islamistischen Terrorakt gesprochen. Die USA seien hart gegen "islamischen Terror" vorgegangen und hätten zum Beispiel einen Einreisestopp verhängt, sagte Trump.

Diese Details sind wichtig, denn sie zeigen: Der Mord war wohl nicht die spontane Tat eines verwirrten Einzelgängers.

Schon die äußerst brutale Vorgehensweise des Täters lasse auf einen terroristischen Hintergrund schließen, erklärte Jean-Francois Ricard.

Macron hatte am 2. Oktober einen große Rede über den islamistischen Fundamentalismus, Glaubensfreiheit und die Trennung von Staat und Religion gehalten, in der er dem Fundamentalismus und der Bildung von Gegengesellschaften den Kampf ansagte, zugleich aber Muslime vor einem Generalverdacht in Schutz nahm: "Ich verlange von keinem unserer Bürger, zu glauben oder nicht zu glauben, ein wenig oder mäßig zu glauben, das ist nicht die Sache der Republik, aber ich verlange von allen Bürgern, unabhängig von ihrer Religion, absolut alle Gesetze der Republik zu respektieren".

Die brutale Ermordung des Lehrers hatte in ganz Frankreich Entsetzen ausgelöst. Es sei ein Angriff auf die Werte des Landes gewesen.

"Ich bin hier, um die Meinungsfreiheit zu verteidigen, die Freiheit der Lehre", sagte die 61-jährige Muriel.

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat den Anschlag auf den Lehrer bei Paris verurteilt.

EU-Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen sprach der Familie des Lehrers und ganz Frankreich ihr Beileid aus.

In Frankreich haben Zehntausende Menschen des bei einem islamistischen Anschlag getöteten Geschichtslehrers Samuel Paty gedacht.

Die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" hatte sich dem Demo-Aufruf der Organisation SOS Racisme und Lehrergewerkschaften angeschlossen. Zwei Menschen wurden dabei verletzt. Außerdem gibt es ein Bekennerschreiben, das der mutmaßliche Täter auf Twitter veröffentlicht hatte.

Nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron handelt es sich bei dem Angriff "eindeutig" um einen "islamistischen Terroranschlag". Fernunterricht zu Hause solle von kommenden Sommer an strikt eingegrenzt werden.

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