Sparfleiß und Börsenerholung - privates Geldvermögen auf Rekordhoch ROUNDUP

Das Vermögen der Menschen in Deutschland ist im zweiten Quartal auf den Rekordwert von rund 6630 Milliarden Euro gestiegen

Nach einem Einbruch zu Beginn der Corona-Pandemie ist das Vermögen der Menschen in Deutschland im zweiten Quartal auf den Rekordwert von rund 6630 Milliarden Euro gestiegen.

Die Notenbanker treffen auch keine Feststellung über die Verteilung des Geldvermögens, also von Bargeld, Bank- und Spareinlagen, Wertpapieren, sowie von Versicherungsansprüchen der privaten Haushalte.

Die Erholung an den Börsen im zweiten Quartal sorgte für Bewertungsgewinne bei Aktien und anderen Anteilsrechten im Umfang von 74 Milliarden Euro. Abzüglich aller Schulden liegt das Gesamtvermögen der Privathaushalte in Deutschland damit bei 4.722 Milliarden Euro und ist somit 236 Milliarden Euro höher als im ersten Quartal 2020.

Laut der Bundesbank "wurden die durch die Pandemie und die Unsicherheit über ihre wirtschaftlichen Folgen ausgelösten Bewertungsverluste bei Aktien im Vorquartal zum großen Teil kompensiert". Allein 1882 Milliarden lagen auf Girokonten oder steckten in Bargeld.

Das Vermögen der Menschen in Deutschland ist im zweiten Quartal auf den Rekordwert von rund 6630 Milliarden Euro gestiegen

Eine Studie der DZ Bank (PDF) zeigt außerdem, dass während der Covid-19-Pandemie die Sparquote deutlich zunimmt. "Andererseits behinderten Lockdown-Maßnahmen und Reisebeschränkungen vor allem in der ersten Hälfte des zweiten Quartals den privaten Verbrauch massiv".

Nach Einschätzung des genossenschaftlichen Spitzeninstituts dürfte die Sparquote in diesem Jahr auf rund 16 Prozent steigen, verglichen mit 10,9 Prozent 2019. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) handelt es sich dabei um die höchste Sparquote seit der Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland. Nach Angaben der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute sind die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte in der akuten Krisenphase insgesamt relativ stabil geblieben. Die Deutschen kauften Aktien und andere Beteiligungen im Volumen von 16 Milliarden Euro sowie Investmentfonds im Umfang von 13 Milliarden Euro.

Wie schon in der Vergangenheit nutzen die Menschen die Niedrigzinsen, um sich billig Geld zu leihen, insbesondere für Wohnungsbaukredite. Die Bundesbank berücksichtigt bei der Berechnung Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere und Ansprüche an Versicherungen - nicht jedoch Immobilien.

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