Flugzeug als Mobilfunkstation: Telekom testet fliegende Basisstationen

Flugzeug als Mobilfunkstation Telekom testet ferngesteuertes Flugzeug. Ein mit Antennen ausgerüstetes ferngesteuertes Flugzeug Die Deutsche Telekom testete das Fahrzeug als fliegende Mobilfunkstation

Damit hat die Deutsche Telekom gemeinsam mit SPL die weltweit erste erfolgreiche Demonstration von LTE/4G Sprach- und Datenverbindungen über eine am Rand der Stratosphäre fliegende Plattform durchgeführt, die vollständig in ein kommerzielles Mobilfunknetz integriert war.

Anfang Oktober wurden dazu in Bayern bei mehreren Testflügen mit einem ferngesteuerten Flugzeugsystem in einer Höhe von ungefähr 14 Kilometern (Flight Level 450) Sprach- und Datenverbindungen über die am Flugzeug verbauten Antennen durchgeführt.

"Gerade in Bereichen, die durch klassische Mobilfunkmasten nur schwer zu erschließen sind, werden fliegende Basisstationen eine sinnvolle und kosteneffiziente Ergänzung unseres Mobilfunknetzes sein", wird Bruno Jacobfeuerborn zitiert, Aufsichtsratsmitglied bei SPL und Geschäftsführer der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm. Es gehe um die Verbesserung des Internetzugangs überall, heißt es auf der Loon-Internetseite, auf der vor allem auf Projekte in afrikanischen Staaten wie Kenia oder Mosambik verwiesen wird. Dabei konnten sowohl Voice-over-LTE-Anrufe (VoLTE), Videoanrufe, Datendownloads und Web-Browsing von einem Standard-Smartphone ausgeführt werden, welches während des Tests über die Antennen am Flugzeug mit dem terrestrischen Mobilfunknetz der Telekom Deutschland verbunden war. Laut der Mitteilung kann ein Flugzeug in großer Flughöhe Funkzellen von bis zu 100 Kilometern Durchmesser versorgen.

Derzeit arbeitet SPL, dessen größter Anteilseigner die Telekom ist, an der Entwicklung eines wasserstoffbetriebenen ferngesteuerten Flugzeugs, das als mobiler Funkmast in der Stratosphäre operieren und sowohl 4G- als auch 5G-Netzabdeckung ermöglichen soll.

Laut SPL ist die Plattform etwa 60 Meter breit, was in etwa der Spannweite einer Boeing 747 entspricht, wiegt aber nur 3,5 Tonnen.

Aktuell befindet sich SPL nach eigenen Angaben mitten in Gesprächen für eine neue Finanzierungsrunde. Der erste Flug sei für Mitte 2022 geplant. Ab 2024 soll dann das operative Geschäft starten.

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