Beuys-Werk nach Afrika verschleppt

Gelbe Glühlampe in schwarzer Fassung deren Metallstifte in einer Zitrone stecken

Da die Oberhausener Ausstellung dem verstorbenen Theater- und Filmregisseur Christoph Schlingensief gewidmet ist, dessen 60. Geburtstag sich am 24. Oktober jährt, fand die "Frankfurter Hauptschule" mit ihrer Aktion ein symbolträchtiges Ziel, engagierte sich Schlingensief doch zeit seines Lebens für Afrika und gegen Rassismus und Kolonialismus. Erst am Nachmittag sei man über das Verschwinden informiert worden und damit Stunden nach Bekanntwerden des Verlustes und dem Eingang einer Anzeige bei der Polizei. "Als Leihgeber des Kunstwerkes von Joseph Beuys sind wir über diesen Vorfall sehr bestürzt und erwarten eine zeitnahe Aufklärung der Geschehnisse", sagte Hermann Arnold, Leiter des LWL- Museums in Münster, am Freitag. Das Theater Oberhausen, das die Ausstellung unter dem Titel "Verschmutzung". Und weiter: "Wir erwarten vom Stadttheater Oberhausen und den Kuratorinnen einen verantwortungsvollen Umgang mit den Kunstwerken der Ausstellung sowie eine aufrichtige und transparente Zusammenarbeit".

Man habe das Werk nach Afrika gebracht, hieß es am Donnerstag.in dem Schreiben mit dem Titel "Bad Beuys go Afrika". Tansania sei ausgesucht worden, weil die "dortige Dauerausstellung, die in einem ehemaligen Militärkrankenhaus der deutschen Kolonialherren untergebracht" sei, nun die "Capri-Batterie" zwischen traditionellen Objekten der Handwerkskunst der Hehe präsentieren könne.

Der Künstler mit Hut

In einem Bekennervideo wird eine Reise nach Afrika gezeigt. Laut Werkverzeichnis hat das Kunstwerk aus dem Jahr 1985 eine Auflage von 200 Stück. Die meisten von seien Kunststudierende aus dem Raum Frankfurt. Das Kollektiv provozierte bereits in der Vergangenheit mit umstrittenen Aktionen. Im August 2019 warf die Gruppe Klopapier in Goethes Gartenhäuschen in Weimar und protestierte damit gegen das Frauenbild des Dichters in seinen Werken.

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