"Fake" und "parteiisch": Trump bricht TV-Interview ab

US-Präsident Donald Trump

Zwei Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA hat Amtsinhaber Donald Trump ein TV-Interview vorzeitig abgebrochen.

Die US-Regierung hat nach dem Eklat beim Interview von US-Präsident Donald Trump in der Sendung "60 Minutes" Mitschnitte veröffentlicht und damit Absprachen mit dem Sender CBS gebrochen. Trump drohte auf Twitter damit, einen Mitschnitt noch vor dem geplanten Ausstrahlungstermin am kommenden Sonntag selbst zu veröffentlichen. Die TV-Debatte ist die zweite und letzte vor der Wahl am 3. November. "Kein Drama, das Interview hat nicht abrupt geendet", zitierte CBS Miller.

Die Sendung "60 Minutes" gehört zu den erfolgreichsten Formaten im US-Fernsehen. Jeder solle sehen, wie er im Vergleich zu seinem Herausforderer Joe Biden interviewt werde. Trotzdem werde "60 Minutes" gesendet, mit der journalistischen Fairness, der sich Präsidenten seit Jahrzehnten stellten, erklärte der Sender. Sie hatte nach Angaben von CBS 2016 das erste TV-Interview mit Trump nach dessen Wahlsieg geführt. 2018 interviewte sie ihn erneut.

Bei einem Wahlkampfauftritt am Dienstagabend thematisierte Donald Trump das Thema erneut und drohte CBS ganz offen. "Ihr werdet einen solchen Kick daraus bekommen", sagte der Präsident.

Trump hatte am Dienstag das Interview mit der Journalistin Lesley Stahl abgebrochen, da er sie für parteiisch hielt und die Befragung als "fake" bezeichnete. Trump kritisierte das Gespräch als "Fake", "parteiisch" und "furchtbaren Eingriff" in die anstehenden Wahlen. Bei dem Video handelt es sich nicht um die Original-Aufnahme des CBS, sondern um Aufnahmen von Mitarbeitern des Weißen Hauses. Auch ärgerte er sich, als die Interviewerin sagte, er habe in der Vergangenheit Wahlkampfauftritte mit mehr Zuschauern gehabt.

Die Fernsehjournalistin Lesley Stahl stellte dem US-Präsidenten unter anderem Fragen zur Corona-Pandemie und zu seiner Drohung, strafrechtliche Ermittlungen gegen politische Gegner anzutreiben. Trump selbst trägt allerdings selbst fast nie eine Maske im Weißen Haus. Zudem hat er wiederholt nachweislich falsche Aussagen über Gesichtsmasken und das Coronavirus verbreitet. Immer wieder attackiert der Präsident kritisch berichtende Zeitungen oder Fernsehsender als "Fake News". Trump beklagt regelmäßig, dass US-Medien zu kritisch über ihn berichten. US-Medien schrieben danach, Trump sei regelrecht "gegrillt" worden. Joe Biden, dem Kandidaten der Demokraten hingegen, würden immer nur einfache Fragen gestellt.

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