ROUNDUP: American und Southwest Airlines in Not - Zigtausende Jobs gefährdet

American Airlines flog im dritten Quartal 2020 einen Nettoverlust 2,399 Milliarden US-Dollar ein, ein Jahr zuvor konnte American im dritten Quartal noch einen Nettogewinn von 425 Millionen US-Dollar einfliegen. Unterm Strich büßte der in Dallas sitzende Billigflieger laut Mitteilung vom Donnerstag 1,2 Mrd.

Dem größeren Rivalen American Airlines ergeht es nicht besser.

American Airlines verfügte Ende September über eine solide Liquidität von 15,5 Milliarden US Dollar, verglichen mit dem Juni konnte diese durch weitere Mittelzuflüsse um gut 5 Milliarden USD ausgebaut werden. Rund 19.000 wurden zum 1. Oktober zwangsbeurlaubt. Die Konzernführung und die Gewerkschaften wollen weiter dafür kämpfen, dass die Regierung das Programm verlängert. Die US-Fluggesellschaften wie American Airlines hatten sich im Gegenzug für 25 Milliarden Dollar (22 Milliarden Euro) an Staatshilfen in der Corona-Krise verpflichten müssen, bis Ende September keinen Personalabbau vorzunehmen. Der Umsatz sackte um 73 Prozent auf 3,2 Milliarden Dollar ab.

Und das Unternehmen verbrennt weiterhin Geld: im dritten Quartal 44 Millionen Dollar pro Tag.

Auch die Flugzeugflotte schrumpft. Zudem hat sie mit dem US-Flugzeugbauer Boeing ausgehandelt, dass sie 18 Exemplare des Krisenjets 737 Max erst zwei Jahre später abnehmen muss. Im Gegensatz dazu will American Airlines die georderten A321-Jets vom europäischen Herstellers Airbus 2021 wie geplant in ihre Flotte aufnehmen und hat eigens dafür neue Finanzierungsverträge abgeschlossen.

Bei Southwest fiel gar der bisher höchste Quartalsverlust in der Geschichte des Unternehmens an.

In den ersten neun Monaten erwirtschaftete American Airlines bei einem Umsatz von 13,309 Milliarden US Dollar (Vorjahr 34,455 Milliarden USD) einen Betriebsverlust von 7,906 Milliarden US-Dollar, ein Jahr zuvor resultierte in den ersten neun Monaten noch ein Betriebsgewinn von 2,336 Milliarden USD. Der Quartalsumsatz ist bei der weltweit größten Fluggesellschaft von 11,911 Milliarden US-Dollar im Vorjahr auf 3,173 Milliarden US-Dollar um 73,4 Prozent eingebrochen. Dollar ein. Mit einer raschen Erholung rechnet Southwest-Chef Gary Kelly angesichts der anhaltenden Coronapandemie nicht: "Bis wir weitreichend verfügbare Impfstoffe und Herdenimmunität erreicht haben, erwarten wir fragile Passagierzahlen und Buchungstrends".

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