US-Tochter des insolventen Finanzdienstleisters Wirecard verkauft - Wirtschaft

Wirecard soll vor der Insolvenz monatelang

Das Nordamerika-Geschäft des insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard hat einen Käufer gefunden.

Der Abschluss der Transaktion unterliegt der behördlichen Genehmigung, und der Insolvenzverwalter Michael Jaffe sagte, er sei mit dieser Lösung für Wirecard North America sehr zufrieden. "Mit dieser Transaktion haben wir einen wichtigen Meilenstein bei der Realisierung der Vermögenswerte der Wirecard AG im besten Interesse der Gläubiger erreicht", fuhr Jaffe fort. Mehrheitsgesellschafter ist die private US-Investmentfirma Centerbridge, die sich auf den Kauf von Unternehmen in Schieflage spezialisiert hat.

Wirecard North America ist den Angaben zufolge einer der Marktführer in den USA für die Ausgabe von Prepaid-Kreditkarten. Das Unternehmen gehörte ehedem zur Citibank und war erst 2016 von dem deutschen Zahlungsdienstleister übernommen worden - nach Berichten von US-Medien damals für 185 Millionen Euro. Richtig integriert in das übrige Geschäft wurde die Tochter nie - in der Insolvenz entpuppt sich die weitgehende Eigenständigkeit als Vorteil.

Die brasilianische Tochtergesellschaft von Wirecard, die nach einem Buchhaltungsskandal zusammenbrach, wurde im August an die PagSeguro-Gruppe verkauft.

Wirecard soll vor der Insolvenz monatelang

Schon vor dem Verkauf hatte Wirecard North America sich in North Lane Technologies umbenannt, um sich auch namentlich von der Muttergesellschaft zu lösen. Als aussichtsreiche Bieter werden die spanische Großbank Santander und die britische Lycamobile gehandelt.

Die vom Österreicher Markus Braun gegründete Firma musste Ende Juni Insolvenz anmelden, nachdem sich 1,9 Milliarden Euro in der Bilanz als nicht existent entpuppten. Allein Banken und Investoren seien um mehr als drei Milliarden Euro geprellt worden.

Ex-Finanzvorstand Jan Marsalek könnte sich so auf seine womöglich lebenslange Flucht vorbereitet haben.

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