Atomwaffenverbotsvertrag kann in 90 Tagen in Kraft treten 2 2 — UN

Atomwaffenverbotsvertrag Österreich habe bereits den Sitz der Vereinten Nationen in Wien als Treffpunkt vorgeschlagen

"Atomwaffen sind sittenwidrig, verletzen Gesetze und müssen verboten werden", sagte die Vorsitzende von Ican, Beatrice Fihn, kurz vor der Ratifizierung durch Honduras in Genf.

Inzwischen haben 50 Staaten den internationalen Vertrag über ein Verbot von Atomwaffen unterzeichnet. UN-Generalsekretär António Guterres erklärte, das Dokument stelle "eine bedeutende Verpflichtung hin zu einer kompletten Eliminierung von Nuklearwaffen" dar. Das teilte ein UN-Vertreter am Samstagabend (Ortszeit) am Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York mit.

Mit der Unterschrift durch die Regierung Honduras wurde ein Meilenstein erreicht: Der Vertrag soll nun am 22. Januar in Kraft treten. Nach seinen Angaben hat Honduras als 50. Land den Vertrag aus dem Jahr 2017 unterschrieben. Der Vertrag war am 7. Juli 2017 von 122 Staaten vereinbart worden. Dennoch vertrauen die Befürworter des Abkommens darauf, dass es im Laufe der Zeit einen starken Druck auf die nukleare Abrüstung ausüben wird. Das Abkommen hat deshalb einen weitgehend nur symbolischen Charakter. Die Atommächte USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich, Pakistan, Indien, Israel und Nordkorea sind nicht an Bord. Von vielen anderen Ländern wird er aber boykottiert, darunter die Atommächte, aber auch von der NATO und von Deutschland. Die größten Nuklearmächte verweisen zudem auf ihre Zugehörigkeit zum Atomwaffensperrvertrag, der die Verbreitung von Nuklearwaffen untersagt.

Der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer, bezeichnete die künftige Gültigkeit des Vertrags als "einen Sieg für die Menschlichkeit und das Versprechen für eine sicherere Zukunft". Der Verbotsvertrag macht eine Welt vorstellbar, in der die Welt von diesen "unmenschlichen Waffen" befreit ist.

Lanciert hatte den Vertrag die Kampagne zur atomaren Abrüstung (ICAN) - ein Bündnis aus mehr als 500 Organisationen, die sich weltweit für die Ächtung der Waffen einsetzen.

Der Atomwaffenverbotsvertrag war vor drei Jahren von mehr als 120 Staaten auf den Weg gebracht worden.

Österreich, Mitglied des Vertrags über das Verbot von Kernwaffen, begrüßte ebenfalls die Erfüllung des Quorums.

"Mit diesem Erfolg sind wir unserem Ziel einer atomwaffenfreien Welt einen wichtigen Schritt nähergekommen!", schrieb Bundeskanzler Kurz auf Twitter.

Seit den 75. Jahrestagen im vergangenen August der US-Atombombenabwürfe auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki im Zweiten Weltkrieg hatte eine größere Zahl von Staaten den Nuklearwaffenverbotsvertrag ratifiziert, darunter Irland, Malta, Malaysia, Nigeria und Tuvalu.

Related:

Comments

Latest news

Berg-Karabach: Armenien gegen Vermittlerrolle der Türkei
Eine am vergangenen Wochenende zum zweiten Mal vereinbarte Waffenruhe hatte sich nach kurzer Zeit erneut als brüchig erwiesen. In einem Krieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor rund 30 Jahren verlor Aserbaidschan die Kontrolle über das Gebiet.

Italien verschärft Corona-Maßnahmen: Sperrstunde um 18 Uhr
Die Italienische Regierung empfiehlt außerdem, zu Hause keinen Besuch zu empfangen und auf Reisen zu verzichten. Die Corona-Zahlen in Italien steigen wieder stark an, mitunter droht dem Land sogar ein zweiter Lockdown.

Erneut Vandalismus auf der Berliner Museumsinsel
Die Granitschale vor dem Alten Museum am Lustgarten wurde über und über mit bunten Graffiti und vulgären Sprüchen besprüht. Die Schale sei im Eigentum Berlins , werde aber von der Stiftung konservatorisch betreut.

Tote bei Protesten in Nigeria
Der Gouverneur des gleichnamigen Bundesstaates, Babajide Sanwo-Olu, sprach dagegen von 25 Verletzten, bestritt aber Todesopfer. Um Nigeria zu befrieden, wird Buhari um eine Aufklärung der Gewalttaten und einen Abzug der Soldaten nicht herumkommen.

Slot Game Symbols To Wish For
It is widely credited with setting the trend of using playing card symbols on the reels, as well as things like bells. In the online slot world this happens more often than not due to the number of pay lines that are genuinely present.

Other news