Bericht: Merkel warnt intern vor "sehr, sehr schweren Monaten"

Corona in Deutschland Plant Angela Merkel zweiten Lockdown

Angesichts des massiven Anstiegs der Corona-Infektionen dringt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) laut einem Bericht der "Bild" vom Montag auf neue massive Einschränkungen für Gaststätten und Veranstaltungen. Nach BILD-Informationen erklärten sie intern: "Die Lage ist bedrohlich".

Das gab Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag bekannt.

Das sogenannte Corona-Kabinett beriet laut Seibert am Montag auch über die Impfstrategie. Und: "Es zählt jeder Tag".

Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen habe sich binnen einer Woche etwa verdoppelt.

Der Anteil der älteren Infizierten nehme wieder zu, die Nachverfolgung der Kontakte sei in vielen Kommunen nicht mehr möglich. Auch ein Vorfall aus der Nacht zu Sonntag beschäftigte die Berliner Polizei: Unbekannte hatten ein Gebäude des Robert Koch-Instituts (RKI) nach Polizeiangaben mit Brandsätzen attackiert. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen sonntags und montags niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden.

Am Wochenende hatte Merkel die Bevölkerung erneut dazu aufgerufen, auf Reisen und Kontakte zu verzichten. Die Situation sei "hochdynamisch" und das "dramatisch".

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt vor schwierigen Monaten.

Angesichts steigender Infektionszahlen rückt eine stärker bundesweit abgestimmte Corona-Eindämmung in den Blick. Zu denkbaren zusätzlichen Maßnahmen äußerte sich die Bundesregierung vorab zunächst nicht. "Also rechne ich auch mit Beschlüssen". "Aber jetzt sind wir in der Tat in einer Lage, in der in ganz Deutschland die Zahlen steigen".

Am Mittwoch kommen die 16 Ministerpräsidenten und die Kanzlerin nun zu einem weiteren Corona-Gipfel zusammen. Er glaube nicht, "dass wir nochmal eine Lockdown-Situation brauchen oder bekommen werden wie im Frühjahr", sagte er. Das gelinge aber nur, "wenn wir jetzt konzertiert als Bundesländer mit dem Bund zusammen klare Maßstäbe, die für jeden transparent sind, festlegen". Es habe keinen Sinn, wegen einer hohen Neuinfektionszahl-Zahl in einem saarländischen Kreis einen sächsischen Kreis in den Stillstand zu bringen. "Die Bürger wollen Transparenz, sie wollen wissen, was passiert, wenn ihr Landkreis rot, gelb oder grün eingestuft ist".

Angesichts der Zuspitzung der Lage verschiebt die CDU ihren für den 4. Dezember in Stuttgart geplanten Parteitag mit 1001 Delegierten zur Wahl eines neuen Vorsitzenden ins nächste Jahr. Der Parteitag solle dann idealerweise in Präsenz stattfinden, teilte Generalsekretär Paul Ziemiak mit. Dort sollen die Nachfolgerinnen der Parteichefs Katja Kipping und Bernd Riexinger bestimmt werden.

Die Linke plante ihren Parteitag zur Wahl der neuen Spitze bereits an diesem Freitag in Erfurt.

In acht Bundesländern begann am Montag nach den Herbstferien wieder die Schule. Corona-Auflagen gelten vielerorts weiter oder wurden noch verschärft. So müssen in Berlin Schüler der Oberstufe sowie aller Berufsschulen und Oberstufenzentren Masken auch im Unterricht tragen. "Weniger Freunde treffen, weniger Restaurantbesuche, weniger ins Kino und zu Sportveranstaltungen gehen".

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