Viele Tote bei russischem Angriff in Idlib

In der syrischen Provinz Idlib fallen wieder Bomben - trotz Waffenruhe!

Bei russischen Luftangriffen im Nordwesten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 78 mit der Türkei verbündete Rebellen getötet worden. Weitere 50 seien verletzt worden, sagte ein Sprecher der Gruppe Failak al-Scham, die zu größten von der Türkei unterstützten militanten Oppositionsgruppen in Idlib gehört. Nun haben offenbar russische Kampfflugzeuge dort eine von der Türkei unterstützte Miliz angegriffen. Auf Videos, die Minuten nach dem Angriff zeigen sollen, waren in Decken gehüllte Leichen zu sehen. Damit ist klar, dass Putins Luftwaffe - und nicht etwa Assad, der dieselben Flugzeuge besitzt - die Attacke auf die gemäßigten Rebellen ausgeführt hat.

Nach Angaben der Menschenrechtsaktivisten griffen russische Jets die islamistische Miliz Failak al-Scham an, die 2014 gegründet wurde und mit der Türkei verbündet ist. In den kommenden Tagen hätten mehrere ihr Training demnach abschließen sollen, berichten die Menschenrechtsaktivisten.

Der Sprecher des Rebellenbündnisses Nationale Befreiungsfront (NLF), der Failak al-Scham angehört, bestätigte die Bombardements.

Das Rebellenbündnis kündigte via Twitter an, mit einer "harschen Antwort auf das Massaker" reagieren zu wollen.

Russland und die Türkei hatten sich im März auf die Waffenruhe für Idlib geeinigt. Seitdem hatte es dort einige kleinere Verstöße gegeben. Vermutlich sei der Angriff von russischen Kampfflugzeugen geflogen worden.

Idlib ist nach neun Jahren Bürgerkrieg in Syrien die letzte Rebellenhochburg, die Regierungstruppen mit Unterstützung Russlands auch nach mehreren Offensiven nicht erobert haben. Seit Anfang 2019 wurden 1,4 Millionen Menschen durch die Kämpfe in Idlib vertrieben. Russland und der syrischen Regierung von Präsident Baschar al-Assad wurde mehrfach vorgeworfen, gezielt auch zivile Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser anzugreifen. Die Türkei hat in Idlib militärische Beobachtungsposten installiert und unterstützt diverse Milizen. Kurdische Kräfte beherrschen immer noch mit Unterstützung der USA den Nordosten Syriens. In Libyen steht die Türkei auf Seite der international anerkannten Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch, dessen Gegenspieler Chalifa Haftar wird unter anderem von Russland unterstützt.

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