Erdogan ruft Türken zum Boykott französischer Waren auf

Macron Erdogan Türkei Frankreich Karikaturen

Jetzt eskaliert die Lage.

Paris Der Konflikt zwischen der Türkei und Frankreich erreicht eine neue Dimension. Das Land beleidige den Islam durch die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen.

Auch geopolitische Interessen spielen eine entscheidende Rolle.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan forderte die Türken am 26. Oktober 2020 auf, französische Waren zu boykottieren. Es geht um Karikaturen, aber auch um Gas im Mittelmeer. Daraufhin war ein Sturm der Entrüstung in der arabischen Welt losgebrochen. Es kam zu Protesten unter anderem in Syrien, dem Irak und dem Gazastreifen. Die Autoren bezeichnen sich als Türken, Jordanier, Kataris oder Kuwaiter. Dass Erdogan den Geisteszustand Macrons in Zweifel gestellt habe, sei inakzeptabel. Nutzer verbreiteten im Internet die Namen französischer Marken und riefen zum Boykott auf, auch entsprechende Hashtags machten die Runde. Europäischen Staats- und Regierungschefs warf er vor, "im wahren Sinne Faschisten" und "Kettenglieder des Nationalsozialismus" zu sein.

Der Aktivist Siham Sark wiederum kritisierte in einem Tweet die Art und Weise, wie Macron mit dem Thema der anstößigen Karikaturen umgegangen ist: "Trotz seiner Behauptung, dass Frankreich ein Land ist, das Freiheiten garantiert".

Medef sei "völlig solidarisch mit der französischen Regierung", so der Verbandschef. Damit bezog er sich auf das Prinzip der Meinungsfreiheit und die Werte der französischen Republik, die viele Franzosen durch den Mord an dem Lehrer Paty verletzt sehen.

"Auf der Grundlage der Position des französischen Präsidenten Emmanuel Macron und seiner Unterstützung für die offensiven Karikaturen gegen unseren geliebten Propheten beschlossen wir, alle französischen Produkte bis auf weiteres vom Markt und von den Filialen zu entfernen", zitiert Aljazeera den Händlerverband Dahiyat al-Thuhr. Aber das ist nicht der einzige Konfliktpunkt.

Von türkischer Seite habe es dazu keine offizielle Verurteilung der Tat oder Solidarität mit Frankreich gegeben, wie es in einer Mitteilung des Außenministeriums hieß.

Begonnen hatte der Streit mit einer Auseinandersetzung über den Einsatz türkischer Soldaten in Libyen, die Verletzung griechischer Hoheitsgewässer durch türkische Erdgas-Explorationsschiffe und die Rolle der Türkei im armenisch-aserbaidschanischen Krieg. Frankreich hatte sogar Kampfjets in das Seegebiet entsand. Erdogan sprach von einem holländischen "Zerrbild eines Abgeordneten" und warnte: "Kenne Deine Grenzen, kenne Deine Grenzen!"

Die zunehmende Islamophobie im Westen habe sich zu einem Angriff auf den Koran und den Propheten entwickelt, erklärte Erdogan, der auch Bundeskanzlerin Merkel ansprach, weil in Deutschland in der Hauptstadt Berlin eine Moschee durchsucht wurde, die im Verdacht des Corona-Subventionsbetrug steht. Dieser Schritt erfordere aber den politischen Willen der Türkei.

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