Präsident Erdogan fordert Türken zum Boykott französischer Waren auf

Ein Kind hält in Istanbul ein mit einem Schuhabdruck versehenes

Der Iran bestellte in dem Konflikt einen Vertreter der französischen Botschaft ein. "Saudi-Arabien lehnt jeden Versuch ab, Islam und Terrorismus in Verbindung zu bringen", hieß es in einer Erklärung des Außenministeriums in Riad, wie die staatliche saudische Nachrichtenagentur SPA meldete. "Feindlichkeit gegenüber dem Islam und den Muslimen ist in manchen europäischen Ländern zu einer Politik geworden, die auf Ebene der Staatschefs persönlich ermutigt und unterstützt wird", sagte Erdogan am Montag in Ankara.

Unter anderem in Jordanien, Kuwait und Katar hatten nach Aussagen Macrons zu Mohammed-Karikaturen und Pressefreiheit am Sonntag Händler französische Waren aus ihren Filialen genommen.

Unterdessen hat sich der größte französische Wirtschaftsverband Medef angesichts von Boykott-Aufrufen gegen Produkte aus Frankreich in mehreren arabischen Ländern hinter die Regierung in Paris gestellt. Sich gegen Angriffe auf den Propheten Mohammed zu stemmen, sei "eine Frage der Ehre".

Die Titelseite der Satirezeitschrift Charlie Hebdo zeigte am Mittwoch einen leicht bekleideten Erdogan, wie er das Gewand einer verschleierten Frau anhebt.

Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) verurteilte die Veröffentlichung satirischer Karikaturen, die den Propheten zeigen.

Der Großimam von Kairo, Ahmed al-Tajib, forderte derweil von der internationalen Gemeinschaft eine Gesetzgebung, die die Diskriminierung von Muslimen unter Strafe stellt.

Pakistans Premierminister Imran Khan warf Macron in einer Reihe von Tweets Islamophobie vor. "Präsident Macron hat die Gefühle von Millionen von Muslimen in Europa und auf der ganzen Welt angegriffen und verletzt", schrieb er zudem.

Erdogan kritisiert Macron schon seit langem und ist der Ansicht, dass es keine Differenzierung im Islam gebe und man beispielsweise nicht von einem europäischen oder französischen Islam sprechen könne. Zur harten Kritik des türkischen Präsidenten äußerte sich Washington dabei nicht. Sein französischer Amtskollege verstehe die Glaubensfreiheit nicht. "(.) Wie kann es dann sein, dass bei einem Morgengebet mehr als 100 Polizisten die Moschee angreifen?", sagte Erdogan.

Deutschland stehe im Kampf gegen islamistische Extremisten "solidarisch an der Seite Frankreichs", betonte Maas am Montag in Berlin. Dieser sei auch in den direkten Beleidigungen gegen Macron von "höchster Ebene des türkischen Staates" zum Ausdruck gekommen.

Der Boykott werde wahrscheinlich nur marginale Auswirkungen auf Frankreichs Exporte haben, sagte die französische Wirtschaftswissenschaftlerin Stéphanie Villers im RTL-Radio und bemerkte, dass die im vergangenen Jahr von den USA eingeführten Zölle auf französischen Wein weitaus schädlicher seien. Zuvor war er Macron verbal angegangen - für die Bundesregierung "inakzeptabel". Damals hatte Macron dem Verteidigungsbündnis Nato den "Hirntod" attestiert. Erdogan sagte anschließend, Macron solle besser seinen eigenen Hirntod untersuchen lassen.

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