Das sind die neuen Corona-Regeln im November - Deutschland

Im Kampf gegen die Pandemie: Das sind die Corona-Regeln für Deutschland

Bund und Länder wollen die drastisch steigenden Corona-Infektionszahlen mit massiven Kontaktbeschränkungen über den November hinweg in den Griff bekommen.

Am Mittwoch (28.10.2020) beraten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten in einer Video-Schalte über härtere Corona-Maßnahmen.

Die Maßnahmen treten deutschlandweit am Montag in Kraft und gelten bis Ende November. Man brauche jetzt im November eine befristete "nationale Kraftanstrengung". Denn wegen der weiter steigenden Corona-Infektionszahlen befinde sich Deutschland in einer "akuten nationalen Gesundheitsnotlage".

Schulen und Kindergärten sollen weiterhin geöffnet bleiben.

Vor der Videokonferenz von Bund und Ländern hatten die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 14.964 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet - beinahe doppelt so viele wie am Mittwoch vergangener Woche. Die Kanzlerin verwies auch die Verdopplung der Zahl der Intensivpatienten in zehn Tagen und der Beatmungspatienten in neun Tagen. CSU-Chef Söder erklärte, jetzt gehe es darum, Solidarität zu zeigen. "Es ist jetzt eine nicht einfache Zeit". "Wir verordnen eine Vier-Wochen-Therapie", sagt Söder. "Wir hoffen, dass die Dosis richtig ist, dass es erfolgreich ist".

Merkel jedenfalls betonte, dass nur noch ein Viertel aller Infektionen nachzuverfolgen seien, die Sache also quasi aus dem Ruder zu laufen drohe.

"Wissenschaftler haben uns empfohlen, die Kontakte um 75 Prozent zu reduzieren".

KONTAKTE: In der Öffentlichkeit dürfen sich nur noch Angehörige zweier Haushalte treffen - maximal zehn Personen. In dem Entwurf heißt es unter anderem auch, dass Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen "angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel" sind.

Restaurants und Lokale, Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen müssen zu bleiben. Lieferung und Abholung von Mahlzeiten für den Verzehr daheim sind aber erlaubt, ebenso der Kantinenbetrieb. Messen fallen flach. Kantinen sollen öffnen dürfen.

Freizeiteinrichtungen, die der Unterhaltung dienen, werden geschlossen. Bundesweit müssten dann zum Beispiel Gastronomie, Theater, Opern und Kinos schließen.

Im Kampf gegen die Pandemie: Das sind die Corona-Regeln für Deutschland

Hilfe für Unternehmen: Der Bund will Hilfen verlängern und die Konditionen etwa für die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft und Soloselbstständige verbessern.

So werden Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder sowie Saunen und Thermen geschlossen. In Geschäften soll sich aber nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten dürfen. Allein der Individualsport, also etwa alleine joggen gehen, ist weiter erlaubt.

Betroffen von den verschärften Corona-Maßnahmen ist auch der Profisport: Im November dürfen alle Begegnungen nur noch ohne Zuschauer stattfinden.

Die Bürgerinnen und Bürger werden aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche - auch von Verwandten - zu verzichten. Hotels und Pensionen dürfen keine Touristen mehr aufnehmen.

Körperpflege: Kosmetikstudios, Massagepraxen oder Tattoostudios schließen, medizinisch notwendige Behandlungen wie Physiotherapien sollen aber weiterhin möglich sein. Auch Friseure bleiben diesmal geöffnet und können unter Einhaltung der bestehenden Hygienevorschriften weiterarbeiten. Viele der Maßnahmen gleichen den Einschränkungen, die es bereits im Frühjahr während der ersten Corona-Welle gegeben hat.

SCHULEN und KINDERGÄRTEN: Schulen und Kindergärten bleiben offen. Genauso Einrichtungen der Sozial- und Jugendhilfe. Bei Firmen mit maximal 50 Mitarbeitern gleicht der Bund 75 Prozent aus, bei größeren wird nach EU-Beihilferecht entschieden.

RISIKOGRUPPEN: In Krankenhäusern, Pflegeheimen, Senioren- und Behinderteneinrichtungen sollen zügig Schnelltests eingesetzt werden.

Thüringens linker Ministerpräsident Bodo Ramelow brachte noch etwas Klartext in den Beschluss mit einer eigenen Protokollerklärung. Auch der thüringische Landtag soll mit den geplanten Maßnahmen befasst werden. Im Frühjahr hatte das Herunterfahren des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens zu einem beispiellosen Einbruch der Wirtschaftsleistung geführt. Merkel aber argumentiert nun, diese Konzepte entfalteten derzeit nicht mehr die Wirkung, die gebraucht werde, um die rasante Ausbreitung des Virus zu stoppen.

Die AfD reagierte empört. "Es gibt aber noch keine Signale darauf, dass Schulen und Kitas Infektionstreiber wären".

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