Corona-Krise in Österreich: Bundeskanzler Kurz verkündet zweiten Lockdown

Sebastian Kurz, Bundeskanzler von Österreich hat die neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona Pandemie bekanntgegeben

Zwischen 20 und 6 Uhr soll man den eigenen Wohnbereich nur noch in Ausnahmefällen wie dem Weg zur Arbeit, dem Ausführen des Hundes oder zur sportlichen Betätigung verlassen. Ausnahmen davon sind nur zulässig, wenn eine unmittelbare Gefahr droht, wenn es um Betreuung hilfsbedürftiger Personen oder um familiäre Pflichten geht, um die Deckung der Grundbedürfnisse des täglichen Lebens, um berufliche und Ausbildungszwecke oder um den Aufenthalt im Freien "zur körperlichen und psychischen Erholung". Ab welcher Personenanzahl ein Treffen an diesen Orten als Party gilt, geht aus den Unterlagen nicht hervor.

Außerdem enthält die Verordnung Kontaktbeschränkungen, laut denen sich nur noch Personen aus zwei Haushalten zu Hause treffen dürfen.

Auch am Arbeitsplatz muss zwischen Personen der Ein-Meter-Abstand eingehalten werden - sofern es keine anderen Schutzmaßnahmen (Plexiglaswände etc.) gibt. In Innenräumen muss jedenfalls ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. In Geschäften müssen pro Kunde zehn Quadratmeter zur Verfügung stehen. Andernfalls darf nur jeweils ein Kunde eingelassen werden. Der Mindestabstand ist einzuhalten. Wo es möglich ist, wird Homeoffice empfohlen. Gäste, die sich bereits in Hotels befinden, können die gebuchte Zeit noch dort verbringen. Nur noch berufliche Reisen sind erlaubt. Das Abholen von Speisen und Getränken ist erlaubt. Auch Freizeiteinrichtungen müssen geschossen bleiben. Dazu zählen unter anderem Hallenbäder, Tanzschulen, Wettbüros, Casinos, Theater, Kinos, Museen, Tierparks und Bordelle. Betroffene Unternehmen sollen bis zu 80 Prozent ihres Umsatzes aus dem Vergleichszeitraum - einem durchschnittlichen Monat des Vorjahrs - erhalten, maximal 800.000 Euro. Dafür dürfen keine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen werden.

Auch Schulen und Kitas blieben geöffnet, jedoch mit zusätzlichen Hygienemaßnahmen. Einkaufen bleibt also problemlos möglich.

Ebenso untersagt ist die Ausübung von Sportarten mit Körperkontakt. Ausgenommen davon ist der Bereich des Spitzensports.

Besuche in Alten- und Pflegeheimen sollen erlaubt bleiben. Kurz sagte dazu, diese Beschränkungen kämen einem "Besuchsverbot" gleich - andere Menschen dürften am Abend nicht mehr besucht werden. Andernfalls sind spezielle CPA-Atemschutzmasken zu tragen. Insgesamt können in den kommenden zwei Wochen maximal zwei verschiedene Besucher empfangen werden. Im Zeitraum von 3. November bis 17. November dürfen das nur zwei verschiedene Personen sein. Ausgenommen davon sind die Palliativ- und Hospizbegleitung sowie die Seelsorge.

Geburtstagsfeiern und Jubiläumsfeiern sind laut Regierungsunterlagen im öffentlichen Raum untersagt. Sie sollen streng kontrolliert werden, ebenso wie das Verbot von Garagen- und Gartenpartys, kündigte die Regierung an. Auch öffentliche Verkehrsmittel dürfen in der Zeit nur zu diesen Zwecken genutzt werden. Kindergärten und Pflichtschulen bleiben aber geöffnet. Gleiches gilt für die Hochschulen, auch sie sollen ins Distance-Learning. Kinder bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr sind von der Maskenpflicht ausgenommen, ebenso Menschen mit entsprechendem Attest. Die Verordnung gilt bis zum 30. November, die Ausgangsbeschränkungen müssen alle zehn Tage parlamentarisch neu genehmigt werden.

Die Maßnahmen wurden von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) und Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) präsentiert.

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