Erster Flieger von München zum BER gestartet

Epidemie ?Viruserkrankung ?Luftfahrt ?AUA ?Nieder?sterreich

Mitten in der Coronakrise und mit neun Jahren Verspätung eröffnet am Samstag (14.00 Uhr) mit den ersten beiden Landungen der neue Hauptstadtflughafen BER in Berlin. Die Easy Jet-Maschine mit deren Chef Johan Lundgren an Bord hat keine weite Reise: Das Flugzeug startet auf dem bisherigen Berliner Flughafen Tegel und dreht eine Schleife, um auf einer der beiden Start- und Landebahnen des bisherigen Flughafens Schönefeld sowie des BER landen zu können.

Lütke Daldrup, der am Eröffnungstag auch seinen 64. Geburtstag feierte, äußerte Zuversicht. Damit wäre Berlin der drittgrößte Flughafen in Deutschland nach Frankfurt und München. Der Innenstadtflughafen Tegel soll nach dem Abflug der letzten Maschine am 8. November schließen.

Auf große Feierlichkeiten wurde angesichts der Baugeschichte sowie der Coronapandemie verzichtet: Am symbolischen Eröffnungsakt im kleinsten Kreis nahmen laut der Betreibergesellschaft auch der Ministerpräsident des Landes Brandenburg, Dietmar Woidke, der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, sowie der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Andreas Scheuer MdB, und der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Rainer Bretschneider, teil. Nicht nur deshalb ist der Flughafen umstritten. Hunderte Klimaschützer und Gegner des Flughafenprojekts zogen am Samstag zum BER. Das einzigartige Verbindungsangebot der Airline wird in Kürze verfügbar sein. easyJet-Kunden können, zunächst via Berlin, nahtlos an Züge der Deutschen Bahn anschließen, indem sie Flug- und Bahntickets in einer Buchung kombinieren. Angesichts der Erderwärmung sei die Eröffnung eines Riesenflughafens unverantwortlich, sagte Annemarie Botzki, Sprecherin von Extinction Rebellion.

Mitglieder der Gruppe Am Boden blockierten über Stunden Treppen im Terminal 1.

Die einzig herausragende Aktion sei das Abseilen von vier Klimaschutzaktivisten von einem Dach am Willy-Brandt-Platz gewesen. "Mit enorm viel Steuergeld wird das klimaschädlichste Verkehrsmittel hoch subventioniert und die Anwohner werden im Stich gelassen".

Das Terminal des früheren Zentralflughafens der DDR in Schönefeld bleibt vorerst als Terminal 5 des BER erhalten. Schon seit voriger Woche ist das Regierungsterminal auf dem BER in Betrieb.

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