Untersuchungshaft: Justiz setzt früheren Wirecard-Vorstand auf freien Fuß

Wirecard Justice lässt ehemalige Vorstandsmitglieder frei

Der ehemalige DAX-Konzern Wirecard ist in diverse kriminelle Machenschaften verwickelt, darunter Geldwäsche und Betrug.

Im Strafverfahren um den Bilanzskandal beim deutschen Zahlungsdienstleister Wirecard will die Staatsanwaltschaft den früheren Finanzvorstand Burkhard Ley aus der Untersuchungshaft entlassen. Gegen führende Mitglieder aus der (Ex-) Politik wie Guttenberg, Fritsche und Merkel sind weiterhin keine Ermittlungen bekannt.

Ein ehemaliges Vorstandsmitglied des mittlerweile insolventen Techkonzerns Wirecard soll auf freien Fuß kommen. Die Staatsanwaltschaft teilte am Montag mit, sie habe bei der Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts beantragt, den Haftbefehl vom Juli gegen engmaschige Auflagen außer Vollzug zu setzen.

Denn die Strafverfolger begründeten die Freilassung damit, dass "wesentliche, insbesondere schadensträchtige Taten" erst nach dem Ausscheiden des Managers aus dem Vorstand begangen worden seien.

Die Staatsanwaltschaft machte mit der Entscheidung deutlich, dass der mutmaßliche Milliardenbetrug bei dem Online-Zahlungsabwickler wohl zu einem Großteil erst seit 2018 statt fand. Das Vermögen des Beschuldigten sei bereits umfassend gesichert. Schon damals hatte ein möglicher Insider falsche bzw. irreführende Bilanzierung vorgeworfen.

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