Spahn: Es kommen "Monate der Einschränkungen und des Verzichts"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Die Infektion habe ihn noch demütiger im Umgang mit Corona und dankbarer für das deutsche Gesundheitssystem gemacht, sagte Spahn.

Deutschland befindet sich wegen Corona in einer "Jahrhundertsituation", so der deutsche Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Dabei schwor der selbst mit dem Virus-Infizierte, mittlerweile laut eigenen Aussagen allerdings symptomfrei, die Bevölkerung auf "Monate der Einschränkungen und des Verzichts" ein.

Ein Versprechen, dass der bevorstehende Lockdown der letzte seiner Art sein wird, konnte der Minister nicht abgeben: "Wir können nicht ausschließen, dass es nicht irgendwann in Folge noch einmal dazu kommt".

Ab heute müssen bundesweit Gastronomie, Kultur- und Freizeiteinrichtungen weitestgehend schließen. Auch für persönliche Treffen gelten strengere Regeln: In den meisten Bundesländern dürfen nur noch zwei Haushalte zusammenkommen - teils gilt das sogar für Treffen im privaten Raum. Im Kampf gegen die Pandemie sei eine 'nationale Kraftanstrengung' nötig. Es habe sich gezeigt, dass man die Pandemie ohne staatliche Maßnahmen nicht in den Griff bekommt. Zu Kritik aus Gastronomie sowie der Kultur- und Hotelbranche sagte er, auch das beste Hygienekonzept reduziere das Risiko eben nicht auf null. Er wisse nicht, wo er sich angesteckt habe. So wie er seien Hunderttausende in Deutschland zurzeit in Quarantäne. Er dankte allen, die zu Hause blieben, um andere zu schützen.

Kanzleramtsminister Helge Braun sagte, er habe wenig Hoffnung, dass schon in kurzer Zeit wieder Maßnahmen des Teil-Lockdowns zurückgenommen werden könnten.

Spahn zeigte sich zuversichtlich, dass wie durch den Lockdown im Frühling auch durch die Einschränkungen im November die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus deutlich verlangsamt werden könne. Doch gehe er insgesamt fest davon aus, "dass sich das Infektionsgeschehen mit den Maßnahmen, die wir jetzt beschlossen haben, wirklich deutlich bremst". Den Geist, der im März geherrscht habe, brauche man auch in diesem Winter wieder.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verteidigte die ab diesem Montag geltenden strengeren Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. "Die Alternative wäre, es laufen zu lassen", sagte der CSU-Chef. "Wenn es ein besseres, leichteres gäbe, würden wir es ja sofort anwenden". "Die Schließungen von Kitas und Schulen sind nicht das erste Mittel".

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