Corona: 16.947 Neuinfektionen in Deutschland

Corona-Notaufnahme des Universitätsklinikums Dresden. Bis sich die Wirkung des seit dem 2. November greifenden Teil Lockdowns bei den Infektionszahlen zeigt dauert es nach RKI-Angaben zwei bis drei Wochen

In Deutschland sind fast 17.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden.

Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Freitagmorgen mitteilte, wurden 23.542 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst.

Damit ist der Wert erstmals seit Monaten im Vergleich zu einem Samstag der Vorwoche gesunken. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 16.017 gelegen.

Eine klare Beurteilung des Infektionsgeschehens ist zur Halbzeit des landesweit verhängten Teil-Lockdowns schwierig.

In Österreich gab es am Donnerstag einen Rekord, am Freitag folgte Deutschland: Die Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 23.542 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz - von den Gesundheitsämtern registrierte Infizierte pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen - steigt ebenfalls.

Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. So halten viele Länderchefs eine Lockerung des Teil-Lockdowns vor den für Montag geplanten Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für wenig wahrscheinlich. Er würde sich wünschen, "dass die physischen Möglichkeiten der Kommunen noch besser ausgeschöpft werden", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag".

Am Freitag gab es etwa nachträgliche Meldungen in Nordrhein-Westfalen, so dass ein Meldeeffekt aber auch statistische Schwankungen nicht ausgeschlossen werden können.

Auf den Intensivstationen ist von einer Entspannung der Lage momentan nichts zu sehen.

Die gemeldete Zahl der Neuinfektionen war am Samstag auch im Vergleich zum Freitag gesunken und zwar um 1081 Fälle. 56 Prozent dieser Patienten mussten invasiv beatmet werden.

Diese Entwicklung war erwartbar. Zuletzt hatten die DIVI und andere Klinikärzte gefordert, verschiebbarer Eingriffe in den Krankenhäusern besonders stark betroffener Regionen zu reduzieren oder einzustellen, um eine Überlastungen der Kliniken zu verhindern.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie (Stand: Freitagfrüh) insgesamt 751.095 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Freitag um 218 auf insgesamt 12.200.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Donnerstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,89). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch gut 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

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