Tigrays Regierung bekennt sich zu Angriffen in Eritrea

APA  AFP  EDUARDO SOTERAS

Damit droht der Konflikt zwischen Äthiopien und der abtrünnigen Region auch Eritrea zu ergreifen.

Aus Tigray waren gestern mehrere Raketen auf die eritreische Hauptstadt abgefeuert worden. Zuvor hatte die Regierung in Addis Abeba verkündet, sie habe einen wichtigen Flughafen in der Stadt Humera eingenommen.

Die in Tigray regierende Volksbefreiungsfront TPLF hatte zuvor mit Raketenangriffen auf Ziele in Eritrea gedroht.

Unklar war zunächst, wie viele Geschosse abgefeuert wurden und welcher Schaden dabei entstand. Allein bei dem Überfall der TPLF auf einen Stützpunkt des äthiopischen Militärs am vergangenen Mittwoch, der den Anlass für die Intervention der Zentralregierung in Tigray bildete, seien mehrere hundert Soldaten getötet worden. "Jeder Flughafen, der für Angriffe auf Tigray genutzt wird", sei jedoch ein "legitimes Ziel". In dem Konflikt um die Region im Norden des Landes bekämpfen sich die TPLF und die Armee der äthiopischen Zentralregierung in Addis Abeba.

"Wir werden mit Raketen angreifen, um Militärbewegungen in Massawa und Asmara zu vereiteln", sagte das hochrangige TPLF-Mitglied. Asmara ist die Hauptstadt von Eritrea, Massawa eine eritreische Hafenstadt am Roten Meer.

Die Erklärung folgte auf Vorwürfe der äthiopischen Regierung, dass Kämpfer der Volksbefreiungsfront Raketen auf die Nachbarregion Amhara abgeschossen hätten.

Die Regionen Amhara und Tigray sind seit Jahren in Grenzstreitigkeiten verwickelt. Tatsächlich könnte sich der Konflikt jedoch ausweiten und die gesamte Region am Horn von Afrika destabilisieren.

Der äthiopische Ministerpräsident Abiy Ahmed erhielt für seine Bemühungen 2019 den Friedensnobelpreis. Die Zentralregierung in Addis Abeba hatte die Wahl allerdings nicht anerkannt, was nun zu einem militärischen Konflikt geführt hat. Seither flohen nach Angaben der sudanischen Flüchtlingsagentur mindestens 21.000 Äthiopier vor den Kämpfen in den benachbarten Sudan. Die Menschenrechtsorganisation teilte am Donnerstag unter Berufung auf von ihr geprüfte Augenzeugenberichte, Fotos und Videos mit, dass "dutzende" und "wahrscheinlich hunderte" Menschen in der Stadt Mai-Kadra im Südwesten von Tigray einem "Massaker" zum Opfer gefallen seien. Wer für den Angriff verantwortlich war, konnte die Organisation nach eigenen Angaben zunächst nicht herausfinden.

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