Asien-Pazifik-Staaten gründen weltgrößte Freihandelszone

China Qingdao Containerschiffe liegen im nächtlich beleuchteten Containerterminal des Hafens von Qingdao

Das Abkommen wurde am Sonntag beim virtuellen Gipfel des südostasiatischen Asean-Staatenbundes unterzeichnet. China und 14 weitere Staaten der Region besiegelten bei einem Video-Gipfel in Hanoi die Gründung der Umfassenden Regionalen Wirtschaftspartnerschaft (RCEP), deren Mitglieder zusammen rund ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung ausmachen.

Das Abkommen soll Zölle verringern, gemeinsame Handelsregeln festlegen und damit auch Lieferketten erleichtern.

Zu dem Bündnis gehören neben China und den zehn Asean-Staaten Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam auch Japan, Südkorea, Australien und Neuseeland. Bis zur letzten Minute mussten noch Hindernisse ausgeräumt werden, um eine Einigung zu ermöglichen.

Gerade vor dem Hintergrund des laufenden Handelskrieges mit den USA ist der Freihandelspakt ein großer Erfolg für die kommunistische Führung in Peking.

Das neue Abkommen dürfte Chinas Position und Einfluss in der wirtschaftlich am schnellsten wachsende Region der Erde weiter stärken.

Der neue Freihandelspakt bedeutet auch nicht, dass alle Probleme zwischen den Handelspartnern beseitigt wären oder einzelne Länder nicht ihre Abhängigkeiten von China abbauen wollen. Es war ursprünglich als Gegengewicht zum Transpazifischen Freihandelsabkommen TPP gedacht, aus dem sich die USA nach dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump inzwischen zurückzogen. Nach einer Studie des US-Wirtschaftsinstituts Peterson wird China bis 2030 mit 85 Milliarden US-Dollar von dem Abkommen profitieren - Japan mit 48 Milliarden und Südkorea mit 23 Milliarden. Während die USA unter ihm an Gewicht in der Asien-Pazifik-Region verloren haben, streckt China mit dem neuen Freihandelspakt seinen Einfluss noch weiter aus. RCEP ist weitreichender als CPTPP, geht allerdings nicht so tief, wie Experten schildern. Die trans-pazifische Partnerschaft CPTPP zwischen Australien, Brunei, Kanada, Chile, Japan, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam ist bislang von sieben Staaten ratifiziert und umfasst 480 Millionen Menschen.

Ob sich die USA unter dem neuen Präsidenten Joe Biden wieder der trans-pazifischen Partnerschaft anschließen werden, muss sich zeigen. Auch gibt es Konflikte zwischen Australien und China, weil Peking wegen politischer Spannungen mit Canberra einfach Importe aus Australien beschränkt.

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