Bundesregierung will Anti-Corona-Maßnahmen heute offenbar verschärfen

Die Maskenpflicht gilt in vielen Innenstädten auch im Freien

Die Vorschläge aus der Beschlussvorlage des Bundes für die Video-Konferenz an diesem Montag sehen weitere strikte Kontakt- und Quarantänemaßnahmen über den geltenden Teil-Lockdown hinaus vor, wie mehrere Medien aus dem ihnen vorliegenden Entwurf berichten.

Auf private Feiern soll zunächst bis Weihnachten ganz verzichtet werden. Private Zusammenkünfte mit Freunden und Bekannten seien auf lediglich einen weiteren festen Hausstand zu beschränken. So soll es bald nur noch erlaubt sein, mit Angehörigen des eigenen Hausstandes und zwei weiteren Personen aus einem weiteren Hausstand in der Öffentlichkeit unterwegs zu sein.

Auf freizeitbezogene Aktivitäten und Besuche in Bereichen mit Publikumsverkehr soll laut der Beschlussvorlage gänzlich verzichtet werden. Auch nicht notwendige private Reisen und touristische Tagestouren sollen unterbleiben. Bei jedem Erkältungssymptom und insbesondere Husten und Schnupfen soll man sich unmittelbar nach Hause in Quarantäne begeben.

Die Runde unter dem Vorsitz der Kanzlerin will auch über weitere Schritte zum Schutz von besonders gefährdeten Personen beraten.

Die Maskenpflicht gilt in vielen Innenstädten auch im Freien
1 Die Maskenpflicht gilt in vielen Innenstädten auch im Freien

Zudem sollen die Maßnahmen an den Schulen verschärft werden. Der Bund dringt auf verschärfte Regeln für den Unterricht in Schulen. Ausnahmslos solle es zudem feste Gruppen von Schülern geben, wobei die Gruppengrößen in Klassenräumen im Vergleich zum Regelbetrieb halbiert werden sollen.

Für schärfere Maßnahmen in Schulen hatte noch am Sonntag Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geworben. Es handelt sich nur um eine Vorlage, Änderungen sind nach den Diskussionen zwischen Bund und Ländern durchaus noch möglich. Hier seien die Fronten verhärtet, war zu hören. Das Treffen an diesem Montag war von vorneherein angesetzt worden, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Größere Entscheidungen waren nicht geplant. Die Bundesregierung hatte schon vorher signalisiert, dass es noch keine Lockerungen geben könne. Vorgeschlagen wird zudem ein weiteres Treffen eine Woche später, am 23. November - das könnte sich aber noch ändern. Derzeit sind Freizeiteinrichtungen und Restaurants geschlossen, Hotels dürfen keine Touristen beherbergen. Treffen in der Öffentlichkeit sollen nach den Vorstellungen des Bundes künftig nur mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes und maximal zwei Personen eines weiteren Hausstandes gestattet sein. Rechnerisch ergebe das eine Maske pro Winterwoche. Er sei aber optimistisch, dass dies gelingen könnte.

Innerhalb eines Tages hatten die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag in Deutschland 16.947 neue Corona-Infektionen gemeldet.

Auch die 7-Tage-Inzidenz stieg zuletzt nicht mehr so schnell wie Anfang November und lag am Freitag bei 140,4 Fällen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.

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