Dieter Nuhr über Rassismus: Kabarettist blamiert sich - und erntet Shitstorm

Kabarettist Dieter Nuhr steht auf der Bühne mit einem Mikrofon in der Hand

In seiner Sendung Nuhr im Ersten hat Dieter Nuhr wieder einmal für ordentlichen Wirbel gesorgt. Gemeint war Alice Hasters mit ihrem Bestseller "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten".

Dieter Nuhr polarisiert gerne mit kernigen Aussagen.

Nuhr holte weiter aus und wehrte sich dagegen, als rassistisch dargestellt zu werden. "Ich bin es gewohnt, etikettiert zu werden, aber nun werde ich auch noch bezichtigt, Rassist zu sein". Diesen Fehler habe ich gemacht - und ihn selbstverständlich eingestanden, keine Frage. Aber man kann es tun, wenn einem die Vorwürfe auf die Nerven gehen... "Und der Rassismus-Vorwurf ist ja einer der perfidesten.", erzählt er weiter.

Am Flughafen sei ihm die Werbung für das Buch aufgefallen, so Nuhr.

"Das hätte mich vielleicht sogar interessiert, aber mir war der Titel ein bisschen zu rassistisch".

Komiker Dieter Nuhr wehrt sich gegen Rassismus-Vorwürfe. Denn die Frau behaupte ernsthaft, als Weißer wäre man automatisch Rassist.

Die Buchautorin Alice Hasters beteiligte sich an der Diskussion bei Twitter: "Ich habe nie behauptet, dass weiße Menschen rassistisch sind, weil sie weiß sind". Alle Menschen sind rassistisch sozialisiert, weiße Menschen sind durch Rassismus privilegiert. "Das ist es, was sie oft nicht hören wollen, aber wissen sollten". "Das Buch war in den USA ein riesen Renner und ehrlich gesagt glaube ich, dass diese Form der Scheinintellektualität einer arroganten Linken maßgeblich dafür verantwortlich ist, dass es so etwas wie Donald Trump geben konnte", so Nuhr weiter. Auf Twitter schrieb sie: "Wusstet ihr schon, dass mein Buch in den USA ein 'riesen Renner' war?"

Für Alice Hasters kommt der Wirbel um ihr Buch möglicherweise gar nicht ungelegen. "Alice Hasters ist eine deutsche Autorin, sie hat es auf Deutsch geschrieben, die englischen Rechte haben wir leider noch nicht verkauft", erklärt Jo Lendle vom Carl Hanser Verlag und kritisiert Nuhr deutlich: "Der Rassismus ist hier, Sie baden gerade Ihre Hände darin".

Mittlerweile hat sich auch Nuhr zu den Anschuldigungen auf Facebook geäußert. Er räumt ein, dass er sich falsch ausgedrückt habe: "Ich hatte mich falsch ausgedrückt".

Jedoch: Es ist dort noch gar nicht erschienen. "Das vertieft nur die Gräben".

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