Real: Kartellamtsbedenken gegen Übernahmepläne von Kaufland | Wirtschaft Überblick

Bundeskartellamt entscheidet später über Übernahme von Real-Märkten

Das Bundeskartellamt hat wegen Wettbewerbsbedenken noch keine Entscheidung über den Verkauf von bis zu 101 Real-Märkten von der SCP Group an Kaufland gefällt. Demnach haben die beiden Konzerne dem Kartellamt bereits erste Vorschläge gemacht, um die Bedenken auszuräumen. Die Frist für eine abschließende Entscheidung sei deshalb bis zum 30. Dezember verlängert worden. SCP zeigte sich trotz der Bedenken des Kartellamts optimistisch, das Verfahren wie geplant bis zum Jahresende abschließen zu können.

Der Handelsriese Kaufland mit Sitz in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) will mehr als 100 Real-Märkte übernehmen, bei neun davon erwartet die Behörde erhebliche Behinderungen des regionalen Wettbewerbs. Zudem wachse die Sorge wegen der zunehmenden Einkaufsmacht des Handelsriesen gegenüber Lebensmittelherstellern und Lieferanten, schreibt die Deutsche Presse-Agentur am Montag. Kaufland als Teil der Schwarz-Gruppe, zu der auch der Discounter Lidl gehört, ist mit einem Umsatz von etwa 113,3 Milliarden Euro europaweit der mit Abstand größte Lebensmitteleinzelhändler.

Der russische Real-Eigentümer SCP hatte die Warenhauskette von der Metro erworben, um sie zu zerschlagen und weiterzuverkaufen. Dieses Vorhaben war von der Europäischen Kommission freigegeben worden. Hier hat das Bundeskartellamt noch Zeit bis zum 21. Dezember, um die Übernahmepläne zu prüfen.

Damit bleiben rein rechnerisch 106 Real-Standorte für weitere Interessenten.

SCP hat bereits das Digitalgeschäft der Hypermarket-Kette inklusive des Online-Marktplatzes real.de an die Schwarz-Gruppe weitergereicht. Verkauf von Real geeinigt. Ein entsprechender Vertrag wurde geschlossen.

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