Anteil der Diabetiker um mehr als zehn Prozent gestiegen

Zuviel Zucker ist ungesund

Erforderlich sei eine verständliche Übersicht zum Beispiel über den Zucker- und Fettgehalt. Laut Gallwitz könne man nicht alle Diabetes-Patienten über einen Kamm scheren. Die höchsten Prävalenzraten gab es im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt mit 11,7 Prozent, Sachsen (11,5 Prozent) und Brandenburg (11,3 Prozent).

Dagegen diagnostizierten die Ärzte nur bei 7,9 Prozent der Einwohner von Schleswig-Holstein und 8,2 Prozent in Baden-Württemberg die Zuckerkrankheit.

Insgesamt stieg der Anteil an Diabetikern zwischen den Jahren 2014 und 2019 bundesweit, vor allem im Saarland, in Hamburg und Hessen mit jeweils mehr als zehn Prozent.

Der Barmer-Chef forderte zugleich, die Ernährungsbildung möglichst früh anzusetzen, weil sich Essgewohnheiten bereits in der Kindheit manifesterten. Die geringsten Zuwächse gab es in Sachsen und Thüringen mit weniger als einem Prozent. "Deshalb sollte das Thema gesunde Ernährung in den Schullehrplänen verbindlich verankert werden, damit bereits Kinder dafür sensibilisiert werden", so Straub.

Der Anstieg lässt sich laut der Krankenkasse nur zu zwölf Prozent auf den demografischen Wandel zurückführen, schuld sei vielmehr die Ernährung. "Da er regional aber sehr unterschiedlich zu Buche schlägt, bedarf es nun weiterer Untersuchungen in den Bundesländern", sagt Straub. "Wenn der Stoffwechsel nicht gut unter Kontrolle ist und die Blutzuckerwerte deutlich über der Norm liegen, ist das Immunsystem geschwächt", erklärte der Diabetologe Gallwitz. Beim Diabetes Typ 2, der weitaus häufigeren Erkrankungsform, sinkt die Wirksamkeit von Insulin an den Körperzellen mit den Jahren ab. Jedoch können auch junge Menschen betroffen sein. Beim Typ 2 spielen neben erblichen Vorbelastungen vor allem das Alter ("Altersdiabetes") und der Lebensstil eine Rolle.

Wie viele Menschen sind betroffen? "Vor allem bei jungen Menschen mit Typ-1-Diabetes, die mit ihrer Insulintherapie eine normnahe Einstellung erreichen und die noch keine Folgeerkrankungen haben, ist kein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf einer Corona-Infektion gegeben", sagte Gallwitz. Im vergangenen Jahr hatten rund 285 000 Menschen und damit 11,3 Prozent der Bevölkerung in dem Bundesland die Zuckerkrankheit, wie die Barmer-Krankenkasse am Freitag mitteilte. Man kann also von einer echten Volkskrankheit sprechen. Hinzu kämen schätzungsweise zwei Millionen, die noch nichts von ihrer Erkrankung wissen. Die folgenden Seiten werden Sie dabei mit wichtigen Infos und ganz konkreten Tipps unterstützen.

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