Proteste gegen Corona-Politik: Fast 200 Festnahmen bei Demonstrationen in Berlin

Wasserwerfer und Polizisten stehen bei Corona Demo in Berlin bereit

Während des Einsatzes der Polizei bei einer Demonstration gegen die Corona-Politik in Berlin sind in sozialen Medien gefälschte Twitter-Mitteilungen aufgetaucht.

Am Mittag erklärte die Polizei die Veranstaltung für beendet und rief die Teilnehmer auf, den Versammlungsort zu verlassen.

Die Polizei setzte, was in Berlin sehr ungewöhnlich ist, Wasserwerfer ein, um die Demonstranten damit zu beregnen.

Laut Geisel habe die Polizei die Wasserwerfer mit Augenmaß eingesetzt, und so habe es keinen harten Wasserstrahl gegeben, sondern "ein Sprühen, um es ungemütlich zu machen".

Polizeisprecherin Anja Dierschke sagte, nach einer ersten vorsichtigen Schätzung hätten sich rund 7000 Menschen am Brandenburger Tor versammelt.

Menschen demonstrieren vor dem Brandenburger Tor in Berlin

Nach den Worten eines Sprechers der Berliner Polizei vom Vormittag befinden sich im Bereich des Brandenburger Tors mehrere tausend Demonstranten und im Bereich der Berliner Marschallbrücke mehrere hundert Demonstranten.

Mehrere angemeldete Demonstrationen direkt vor dem Reichstagsgebäude im sogenannten befriedeten Bezirk hatte das Bundesinnenministerium mit Hinweis auf eine mögliche Beeinträchtigung der Parlamentsarbeit verboten. Die Polizei sperrte den Bereich daher weiträumig ab.

Im Internet kursierten aber zahlreiche Aufrufe, Demonstrationen nicht anzumelden, sondern spontan nach Berlin zu fahren und am Bundestag zu protestieren. Die Polizei sprach von einer "hohen Mobilisierung". Das große Problem sei, dass ein breites Spektrum auf die Straße gehe.

Die Polizei habe sich korrekt verhalten und alle Aktionen angekündigt. "Sollte das nicht helfen, bleibt nur noch die Auflösung der Versammlung", hieß es. Teilnehmer hatten zuvor weder die Abstände eingehalten, noch Masken getragen und weitere Anweisungen dahingehend ignoriert. Es gehe darum, die Verbreitung des Virus einzudämmen. Er sagte: "Wenn Abgeordnete von der Polizei zu Boden geworfen werden, dann muss man fragen: wo sind wir eigentlich angekommen in diesem Land".

In Leipzig versammelten sich vor knapp zwei Wochen mindestens 20 000 Demonstranten. Die Polizei konnte sie nicht stoppen. Am Rande der Proteste, die kurz vor der Bundestagsdebatte zum Schutz der Bevölkerung in Pandemie-Zeiten begannen, kam es vereinzelt zu Rangeleien zwischen Einsatzkräften und Demonstranten. Sie liefen die Treppe hoch und bauten sich triumphierend vor dem Besuchereingang auf. Unter den Demonstranten waren auch Gruppen von Neonazis.

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