Zeitungsbericht - Bund will Mitarbeitern leeren Nachbarplatz in der Bahn zahlen

Coronavirus- Bahnreisen

Es ist ein Glücksspiel: Wer aktuell mit der deutschen Bahn fährt, erfährt oft erst im Zug, ob es auf der Fahrt möglich sein wird, die Abstandregeln zum Infektionsschutz einzuhalten, oder ob man vielleicht in einem Viererplatz mit drei fremden Menschen sitzen muss, die, um ihren Kaffee zu trinken, eine Stunde lang ihren Mundschutz abnehmen. Der Mindestabstand, um eine Corona-Infektion zu vermeiden: nicht garantiert. Das will der Bund jetzt ändern - doch nicht für alle. Das berichtete die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf ein Schreiben des Bundesinnenministeriums an Oberste Bundesbehörden. Um einen größeren Abstand zu Mitreisenden zu wahren, könne sowohl im Flugzeug als auch bei Bahnfahrten ein zusätzlicher Nachbarplatz gebucht werden.

Bis Ende März sollen die Mitarbeiter dieser Behörden bei zwingend notwendigen Dienstreisen auch eine zweite Fahrkarte inklusive einer zweiten Sitzplatzreservierung aus den Mitteln des Bundes erstattet bekommen. Dennoch gibt es immer wieder Kritik, dass Reisende ohne Maske unterwegs sind und Züge manchmal eben doch recht voll.

Die Pläne des Bundes, einen leeren Platz zu zahlen, sorgt in der Opposition für Irritationen. Der FDP-Verkehrspolitiker Christian Jung sagte der SZ: "Diese skurrile Entwicklung bestätigt, dass eine Reservierungspflicht richtig wäre". Die Bahn habe über Monate Zeit gehabt, eine digitale Lösung einzuführen, dies aber versäumt.

Die Bahn teilte am Dienstag mit, sicheres Reisen sei gewährleistet, denn die Fernverkehrszüge seien derzeit nur zu rund 20 bis 25 Prozent ausgelastet.

In seinem Schreiben empfiehlt der Bund den Bediensteten am ehesten das Auto: Die Nutzung eines Mietwagens könne anerkannt werden, da das Infektionsrisiko mangels Mitreisender geringer ausfalle, heißt es in dem Schreiben.

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