Thyssenkrupp streicht weitere 5.000 Jobs

Thyssenkrupp Industriekonzern streicht 5.000 Jobs – Milliardenverluste. Konzernzentrale von Thyssenkrupp in Essen: Das Unternehmen streicht Tausende Stellen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/2020 (Stichtag ist dabei der 30. September) rutschte der Konzern tief in die roten Zahlen.

Für das kommende Jahr strebt Thyssenkrupp eine "erhebliche Verbesserung" des bereinigten Ebit an. Insgesamt fallen damit 11.000 Stellen weg, 3600 davon sind bereits abgebaut. Die nächsten Schritte können schmerzhafter werden als die bisherigen. "Wir werden sie dennoch gehen müssen".

"Wir sind noch nicht da, wo wir hin müssen".

Auch betriebsbedingte Kündigungen werden dabei laut Unternehmensangaben nicht mehr ausgeschlossen. "Wir können sie im Moment aber nicht ausdrücklich ausschließen", betonte Personalvorstand Oliver Burkhard. Thyssenkrupp wolle sich mit Arbeitnehmervertretern über "passende Instrumente" beraten, "je nach Ausmaß und Härte der wirtschaftlichen Lage".

Der drastische Stellenabbau wird vor allem die Standorte in Deutschland treffen. Vor allem die Stahlsparte treibt die Verluste in die Höhe.

Im ersten Geschäftsjahr unter Leitung von Merz hat Thyssenkrupp tiefrote Zahlen geschrieben. Ohne das mittlerweile verkaufte Aufzugsgeschäft musste der Konzern einen bereinigten operativen Verlust im fortgeführten Geschäft von 1,6 Milliarden Euro hinnehmen. Im vergangenen Jahr hatte Thyssenkrupp insgesamt ein Minus von 110 Millionen Euro verzeichnet. Als Konsequenz will der Konzern weitere 5000 Stellen streichen. Man sondiere "ergebnisoffen verschiedene Optionen im Wettbewerb miteinander", heißt es in der Mitteilung. Die Bilanz aufpolieren konnte Thyssenkrupp durch den Verkauf des Aufzuggeschäfts, aus dem dem Unternehmen 15 Milliarden Euro zuflossen. Von Gewinnen ist der Konzern aber noch weit entfernt. "Wir werden noch weiter in den "roten Bereich" gehen müssen, ehe wir Thyssenkrupp zukunftsfähig aufgestellt haben", sagte Merz.

Dank des Verkaufserlöses konnte Thyssenkrupp seine Schulden abbauen und wies zum Geschäftsjahresende ein Nettofinanzguthaben von 5,1 Milliarden Euro aus.im Vorjahr kam der Konzern noch auf entsprechende Verbindlichkeiten von 3,7 Milliarden Euro.

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