Corona: Bundesliga-Klubs wollen Quarantäne für Erling Haaland und Co. nicht akzeptieren

Dortmunds Erling Haaland

Demnach muss Haalands Nationalmannschaftskollege Alexander Sörloth nicht in eine mehrtägige Quarantäne. Dem Bericht zufolge habe die Quarantäne keine Gültigkeit über die Landesgrenzen hinaus. Statt der Topkräfte um Haaland und die weiteren Bundesliga-Kicker Rune Jarstein (Hertha BSC) und Alexander Sörloth (RB Leipzig) wird ein aus 18 Spielern bestehender Ersatzkader mit Union Berlins Verteidiger Julian Ryerson in die Alpenrepublik geschickt, damit das Spiel trotz Corona-Problemen ausgetragen werden kann.

Die Top-Elf der Norweger musste sich mitsamt des Betreuerstabs nach einem positiven Corona-Test beim Ex-Braunschweiger Omar Elabdellaoui gemäß den Vorgaben der norwegischen Gesundheitsbehörden in Quarantäne begeben. Alle von ihren Nationalteams zurückgekehrten Profis müssen vorher negativ getestet sein, ehe sie wieder ins Teamtraining einsteigen dürfen.

Doch aus Sicht der norwegischen Behörden ist klar: Es darf keine Sonderrolle für den Fußball geben. Zudem sei ein Schreiben für die betroffenen Klubs erstellt worden, sodass "die Regeln eingehalten werden", wie Verbandsdirektorin Lise Klaveness dem Rundfunksender mitteilte.

Bis zum Ablauf der zehntägigen Quarantänezeit sollen die Akteure also isoliert bleiben. Im Falle von Haaland müsse nun das Gesundheitsamt in Dortmund entscheiden.

Das Missachten dieser Pflicht "würden wir als Bruch der Quarantäne und Verstoß gegen die Voraussetzungen zur Ausreise" werten, sagte der zuständige Osloer Amtsarzt Tore W. Steen dem Dagbladet.

Das könnte dazu führen, dass der BVB am Samstag im Heimspiel gegen Hertha BSC (20.30 Uhr) auf Haaland verzichten muss. Dann könnte sogar die Polizei aktiv werden.

Nach dem 2:1 gegen Nordirland reicht dem ÖFB-Team gegen Norwegen schon ein Punkt oder eine 0:1-Niederlage, um den Nations-League-Gruppensieg zu fixieren.

Im Paragrafen 8.1 des norwegischen Infektionsschutzgesetzes heißt es, dass vorsätzliche oder fahrlässige Verstöße gegen das Gesetz mit Geldstrafen oder bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet werden können.

Zuletzt hoffte der norwegische Fußball-Verband nach der coronabedingten Absage des Länderspiels seiner Nationalmannschaft in Rumänien weiter auf die Austragung der Nations-League-Partie am Mittwoch in Österreich.

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