Bonn - Talkshow-Pionier Geert Müller-Gerbes ist tot | Regional

Eine Wand mit dem RTL-Logo aufgenommen bei einer RTL-Programm-Präsentation

Geert Müller-Gerbes, hier im Jahr 1998, ist im Alter von 83 Jahren verstorben. Der Journalist wurde 83 Jahre alt.

Die überraschende Nachricht zu seinem Tod hatten Geerts Söhne Stefan und Hartmut Müller-Gerbes am Montag gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Das Talkshow-Urgestein war vor allem durch seine Moderation der RTL-Sendung "Wie bitte?!" bekannt geworden, die er von 1992 bis 1999 betreute. Geert konnte sich im Laufe seiner TV-Karriere den Ruf eines engagierten Anwalts der kleinen Leute erwerben. Ein herber Verlust nicht nur für sie, sondern auch für viele Kollegen und Fans. Vor knapp zehn Jahren hatte Geert allerdings eine schwere Krebserkrankung und einen Rückfall überstanden. Nach einem Jura-Studium und einem Studium der Geschichte und Soziologie war er Pressereferent des Bundespräsidenten Gustav Heinemann. Ab 1976 arbeitete er für Radio Luxemburg als Deutschlandkorrespondent in Bonn. Später war er Chefkorrespondent für den RTL-Hörfunk und später für den damals neuen Privatfernsehsender RTL plus. Jeden Samstag wurde die Verbrauchershow ausgestrahlt und erreichte immer wieder einen Marktanteil von knapp 20 Prozent. Die Süddeutsche Zeitung betitelte ihn irgendwann sogar mit "Rächer der Entnervten, den Robin Hood von RTL". In einer weiteren RTL-Reihe mit Titel "Wir kämpfen für Sie", die der Sender in Zusammenarbeit mit den Kirchen produzierte, schilderte er Schicksale von Menschen, die unverschuldet in Not geraten waren. Im Jahr 2000 gab er die Co-Moderation der WDR-Talkshow ab und zog sich ins Privatleben zurück. Seine Familie und Kollegen sind in großer Trauer. Müller-Gerbes war seit 1962 mit einer Patentanwältin verheiratet und hatte vier Söhne.

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