Corona-Impfstoff: EU schließt Vertrag mit Hoffnungsträger Moderna

Seit dem Sommer schließt die EU-Kommission Verträge mit Impfherstellern ab, in der Hoffnung, dass einige dieser Pharmafirmen auch wirklich effektive und ungefährliche Impfstoffe produzieren kann.

Die EU hat sich auf einen Impfstoffvertrag mit dem US-Biotech-Unternehmen Moderna verständigt. Der Vertrag soll am Mittwoch formal besiegelt werden. Neben Moderna sind das Biontech/Pfizer und AstraZeneca. Demnach sind alle drei Vakzine wirksam und verträglich. Bislang hat jedoch noch kein Corona-Impfstoff eine europäische Zulassung. Die Impfstoffe wurden von der EU-Arzneimittelagentur (EMA) geprüft. Transparenz sei hierbei entscheidend.

Der jetzt bestellte Moderna-Impfstoff hat nach Angaben des Herstellers eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent. Die EMA hat ein sogenanntes Rolling-Review-Verfahren zu dem Präparat begonnen, das eine vergleichsweise rasche Zulassung zum Ziel hat. Anfangs nach Produktionskapazität allerdings auf nur kleine Mengen.

Verteilt werden sie in der EU nach Bevölkerungszahl. Hierzulande wiederum dürften zunächst Risikogruppen und Gesundheitspersonal geimpft werden.

Die EU-Kommission stelle eines der umfassendsten Impfstoffportfolios der Welt zusammen, wodurch EU-Bürgerinnen und -Bürger Zugang zu den vielversprechendsten Impfungen, die derzeit entwickelt werden, bekommen.

Brüssel hat sich schon während der Entwicklung eine breite Palette von Impfstoffen gesichert, auch in der Erwartung, dass nicht alle reibungslos funktionieren. Auch dann, wenn die Vakzine meist zweimal gegeben werden müssen. Das bestätigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen heute.

Im August hatte es erste Gespräche über die Lieferung von 80 Millionen Dosen und eine Option auf weitere 80 Millionen gegeben.

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