Regeln für Weihnachten und Silvester: Treffen bis 10 Personen möglich

Weihnachten unter Corona Bedingungen

Die Verlängerung des Teil-Lockdowns in Deutschland bis kurz vor Weihnachten ist so gut wie sicher. Doch am Mittwoch sitzt bei den Beratungen auch Kanzlerin Merkel mit am Tisch.

Bei den exakten Vorschlägen für die Weihnachtstage gibt es in dem Entwurf laut Deutscher Presseagentur (dpa) noch eckige Klammern, über deren Inhalt noch beraten werden muss.

Um die Corona-Pandemie einzudämmen, wird der Teil-Lockdown in Deutschland voraussichtlich bis kurz vor Weihnachten verlängert. Eine endgültige Entscheidung soll bei Beratungen der Ländervertreter mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch fallen.

Die Beratungen der Ministerpräsidenten dauerten viereinhalb Stunden. Anschließend wurde von guten Beratungen gesprochen.

Auch Universitäten und Hochschulen sollen weiter auf die allgemeinen Maßnahmen zum Corona-Lockdown reagieren.

Bei einer Verlängerung des Teil-Lockdowns blieben Gastronomiebetriebe sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen, die seit Anfang November dicht sind, weiter geschlossen. In öffentlich zugänglichen Gebäuden, Bus und Bahn sowie an stark frequentierten Orten im Freien, an denen sich Menschen auf engem Raum oder für längere Zeit aufhalten, soll eine generelle Maskenpflicht gelten. Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind auf den eigenen und einen weiteren Hausstand zu beschränken, maximal jedoch auf fünf Personen. Kinder bis 14 Jahre sind ausgenommen. Ausnahme: Schleswig-Holstein will aufgrund der niedrigen Infektionszahlen im Bundeslang an den bisherigen Kontaktbeschränkungen festhalten.

Die Ministerpräsidenten der Länder konnten sich am Montagabend auf ein gemeinsames Papier über die künftigen Corona-Maßnahmen einigen. So sollen nach den Vorstellungen des MPK-Vorsitzes die Personenobergrenzen für Zusammenkünfte innen und außen vom 21. bis zum 27. Dezember - also über die Weihnachtstage - erweitert werden auf Treffen eines Haushaltes mit haushaltsfremden Familienmitgliedern oder haushaltsfremden Personen bis maximal fünf Personen. Beschlussvorlagen durchgesickert, die unter anderem strengere Kontaktbeschränkungen und das Verbot von Böllern und Feuerwerk an Silvester vorsieht.

Zudem soll nach dem Willen der Länder Silvesterfeuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen und Straßen untersagt werden, um größere Gruppenbildungen zu vermeiden.

Grundsätzlich rufen die Ministerpräsidenten die Menschen auf, vor den Weihnachtsfeiertagen in eine möglichst mehrtägige häusliche Selbstquarantäne zu gehen. "Dies kann durch ggf. vorzuziehende Weihnachtsschulferien ab dem 19.12.2020 unterstützt werden", heißt es in dem Beschlussentwurf. Gelten soll das für Schüler und Berufsschüler in Regionen mit deutlich mehr als 50 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen - was derzeit vielerorts der Fall ist. Auch hiervon sollen Kinder bis 14 Jahre ausgenommen werden. In "besonderen Infektionshotspots" soll es demnach in älteren Jahrgängen außer Abschlussklassen schulspezifisch "weitergehende Maßnahmen für die Unterrichtsgestaltung" geben, beispielsweise Hybridunterricht. Für Pflegebedürftige sind 20 Schnelltests pro Woche vorgesehen. Alternativ sollen sie "großzügige Homeoffice-Lösungen" anbieten, damit bundesweit möglichst viele Menschen daheimbleiben können.

Die Länder wollen im Kampf gegen das Coronavirus auch verstärkt auf eine Weiterentwicklung der staatlichen Warn-App setzen - in den kommenden Tagen soll sie mehrere Updates erhalten. Mehr dazu lesen Sie hier. Damit solle die Gefahr von Corona-Infektionen im Umfeld der Feierlichkeiten so gering wie möglich gehalten werden.

Die Schulen sollten offen bleiben, sagte Müller und betonte regionale Unterschiede, wo es keine oder nur eine geringe Infektionsdynamik gebe.

In Länderkreisen wurde nach dpa-Informationen Skepsis geäußert, ob die Kanzlerin mit den Vorschlägen der Länder zufrieden sein wird. In diesen Kreisen wurde erwartet, dass der Bund bei Regelungen zu Schulen sowie Vorgaben zu Weihnachten strengere Vorgaben durchsetzen will, als die Länder zu beschließen bereit sind. Die Bundesregierung hatte bereits in Aussicht gestellt, die Novemberhilfen zur finanziellen Unterstützung der von Schließungen betroffenen Firmen sowie Solo-Selbstständigen wie Künstlern zu verlängern, falls der Teil-Lockdown auf den Dezember ausgeweitet wird.

Die Corona-Zahlen hätten sich zwar auf hohem Niveau stabilisiert. Heimbewohner sollten selbst entscheiden, ob sie Besuch empfangen möchten, sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Dienstag).

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