Saudi-Arabien und Jemen: Huthi-Rebellen berichten von Angriff auf Aramco-Ölanlage

Der Nationale Sicherheitsberater der USA Robert O'Brien

Die Huthi-Rebellen im Jemen haben nach eigenen Angaben eine Ölanlage in der saudischen Hafenstadt Dschiddah angegriffen. Die Huthi-Rebellen seien "eindeutig" als Verantwortliche bestimmt worden, sagte der Sprecher der von Saudi-Arabien angeführten Militärkoalition im Jemen, Turki al-Malki. Feuerwehrleute hatten den Brand nach dem Angriff am frühen Montagmorgen gelöscht, Opfer gab es nach offiziellen Angaben aus Riad nicht. Auf Videos, die den Angriff zeigen sollen, ist in der Entfernung eine größere Explosion zu sehen.

Kurz zuvor war der scheidende US-Außenminister Pompeo in Saudi-Arabien zu Besuch, zudem wurde der Jahresgipfel der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) von Saudi-Arabien als Gastgeber an diesem Wochenende online abgehalten. Das Land hatte bis Sonntag den Vorsitz in der Gruppe der führenden Wirtschaftsmächte und hatte zum Treffen der Staats- und Regierungschefs geladen.

Schon im September 2019 hatten mehrere Explosionen die Anlagen von Saudi Aramco beschädigt. Die Angriffe der Rebellen, die vom Iran unterstützt werden, würden die globale Schifffahrt und den Welthandel bedrohen. Dort kam es zu mehreren Attacken auf Handelsschiffe, für die die USA den Iran verantwortlich machten. Das Bündnis, das im Jemen gegen die Huthis kämpft, habe nach dem "versuchten Terrorakt" ein mit Sprengstoff beladenes Boot im Roten Meer zerstört, teilte die Allianz dem saudi-nahen TV-Sender "Al-Arabija" zufolge mit. Das Königreich bombardiert in dem Bürgerkriegsland Stellungen der Huthis, die es als Verbündete seines Erzrivalen Iran betrachtet. In dem Konflikt wurden seither zehntausende Menschen getötet, viele von ihnen Zivilisten.

Wegen des anhaltenden Bürgerkriegs steht das Land auf der arabischen Halbinsel vor der schwersten Hungersnot seit Jahrzehnten. Neben der katastrophalen Ernährungslage seien auch Krankheiten wie Cholera und schwerer Durchfall eine Gefahr. Die UNICEF-Chefin rief die internationalen Geber auf, mehr Geld bereitzustellen.

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