Erster klimaneutraler Frachtflug startet von Frankfurt

Bild zu Klimaneutraler Frachtflug

November 2020 ist erstmals in der kommerziellen Luftfahrt ein Frachtflug gestartet, dessen Kraftstoffbedarf komplett durch Sustainable Aviation Fuel (SAF) abgedeckt wird.

Die so vollzogene CO2-Vermeidung wird jedoch dieses Mal vollständig Lufthansa Cargo und DB Schenker gutgeschrieben.

Essen/Frankfurt. Lufthansa Cargo und DB Schenker haben den nach ihren Angaben weltweit ersten klimaneutralen Frachtflug organisiert. Der Logistikdienstleister und das Luftfracht-Unternehmen transportierten nach Eigenangaben auf diesem Flug unter anderem Waren des Medizintechnik-Herstellers Siemens Healthineers AG. Mit Beginn des Sommerflugplanes 2021 wird DB Schenker treibhausgasneutrale Luftfracht als regelmäßiges Produkt anbieten. "Ich bin fest davon überzeugt, dass es für diese 'grüne Luftfracht' eine Kundschaft gibt", sagte DB-Schenker-Chef Jochen Thewes am Freitag. "Neben Investitionen in eine moderne Frachterflotte zahlt auch unser Engagement in diesen CO2-neutralen Flug auf das Nachhaltigkeitsziel ‚Climate Action' der Vereinten Nationen ein", erklärt Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender Lufthansa Cargo. "Beim Klimaschutz in der Luftfracht sind wir schon weiter, als Viele denken".

Das eingesetzte SAF kann dem herkömmlichen Kerosin beigemischt werden und ist daher ohne Anpassungen am Flugzeug und der Versorgungslogistikkette als so genanntes Drop-In Fuel praxis- und alltagstauglich. Zukünftig sollen auch nicht-pflanzenbasierte regenerative Kraftstoffe verfügbar sein. Der jetzt genutzte Treibstoff sei nur ein erster Schritt, dem in Zukunft synthetisch hergestelltes Kerosin auf Basis von regenerativem Strom, Wasser und CO2 folgen werde. Bei der Verbrennung im Triebwerk werde ausschließlich CO2 freigesetzt, das zuvor der Atmosphäre entzogen wurde, zum Beispiel beim Wachstum der Pflanzen.

Da der Biokraftstoff, der für den Flug von Frankfurt nach Shanghai und zurück benötigt wird, in das Tanksystem des Flughafen Frankfurt geleitet und dort mit dem bereits beinhalteten Kerosin vermischt wurde, verbraucht jedes damit betankte Flugzeug nun auch einen Anteil des SAF. Mit einem Aufforstungsprojekt werden den Firmen zufolge auch jene CO2-Emissionen und weitere Treibhausgase ausgeglichen, die bei der Herstellung der Biomasse, ihrer Verarbeitung und dem Transport des SAF entstanden sind.

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