Nach Corona-Quarantäne: Brexit-Verhandlungen werden persönlich fortgesetzt

Flaggen der EU und Großbritanniens

In der Endphase der Gespräche über einen Brexit-Handelsvertrag hat der britische Außenminister Dominic Raab die Europäische Union zu Zugeständnissen aufgerufen.

Die Staatengemeinschaft müsse bei den besonders umstrittenen Regeln für die Fischerei akzeptieren, dass sie für die Briten "eine Sache des Prinzips" sei, sagte Raab im Sender Sky News. Die Gespräche kommen aber seit Monaten kaum voran.

Der britische Chefunterhändler David Frost bestätigte, dass es weiterhin große Differenzen gebe, schrieb auf Twitter aber, dass es sinnvoll sei, die Gespräche fortzusetzen.

In London sind die Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen der EU und Großbritannien nach dem Brexit wieder auf persönlicher Ebene aufgenommen worden. Während Barniers einwöchiger Selbstisolation waren die Gespräche per Video gelaufen.

Großbritannien ist Ende Januar aus der EU ausgetreten, verlässt aber erst zum Jahresende auch den Binnenmarkt und die Zollunion. EU-Unterhändler Michel Barnier könnte aber nach Angaben eines Sprechers bis Freitag seine Quarantäne verlassen.

Der britische Unterhändler Frost erklärte, man werde weiter intensiv an einer Einigung arbeiten. "Damit ein Abkommen möglich ist, muss es die Souveränität des Vereinigten Königreichs aber vollständig respektieren". Nach von der Leyens Worten geht es nach wie vor um drei Knackpunkte: gleiche Wettbewerbsbedingungen, Fischereirechte und Instrumente zur Ahndung von Verstößen gegen das geplante Abkommen.

Ohne Einigung würden im beiderseitigen Handel zum Jahreswechsel Zölle erhoben.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie forderte eine Einigung über ein neues Handelsabkommen notfalls in letzter Sekunde. Alles andere wäre ein Desaster, sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Lang der "Rheinischen Post" aus Düsseldorf.

Auch in Großbritannien ist der Druck immens: Die nordwalisische Fischindustrie exportiere 90 Prozent ihrer Produkte in die EU, sagte der Regierungschef von Wales, Mark Drakeford, der Deutschen Presse-Agentur. Die enge wirtschaftliche Verzahnung der Länder mache einen Kompromiss dringend notwendig, nur so könne Planungssicherheit entstehen. Die Wirtschaft befürchtet Handelsrückgänge, unterbrochene Lieferketten und Jobverluste.

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