Neue Corona-Variante laut Drosten vermutlich auch in Deutschland

Neue Variante des Coronavirus in Großbritannien aufgetaucht - Besorgnis in Europa

Ausnahmen in Bezug auf Großbritannien gebe es derzeit für Frachtmaschinen, Flüge mit medizinischem Personal und Rückflüge von leeren Maschinen nur mit Crews an Bord gelten. Das heißt, die Einreise von Großbritannien nach Deutschland über ein EU-Land ohne Einreisesperre wäre problemlos möglich. Das Verbot gilt zunächst bis 31. Dezember. Die in Großbritannien festsitzenden Deutschen müssten sich allerdings auf "erhebliche Einschränkungen" einstellen. Ob die neue Virus-Variante tatsächlich deutlich ansteckender sei, könne noch gar nicht bewertet werden. Die Lage sei "todernst", hob Matt Hancock am Sonntag im Sender Sky News hervor. Erforderliche Infektionsschutzmaßnahmen seien eng mit den örtlich zuständigen Gesundheitsämtern abzustimmen. Nach Angaben aus Elysée-Kreisen habe im Mittelpunkt der Gespräche ein gemeinsames Vorgehen angesichts der dort aufgetretenen neuen Variante des Coronavirus gestanden.

Macron hat noch für Sonntagabend einen Verteidigungsrat einberufen. Dennoch: Die Mutation soll nach britischen Behördenangaben bis zu 70 Prozent ansteckender sein.

Zuerst hatten die Niederlande ein Landeverbot für Passagiermaschinen aus Großbritannien verhängt. Ein Selektionsvorteil kann dazu führen, dass sich ein Virus leichter ausbreiten kann. Die Regelung trat bereits am Sonntagmorgen in Kraft und gilt bis zum 1. Januar.

Sie teilte zudem mit, dass ein Fall der neuen Mutation, die offenbar besonders ansteckend ist, auch in den Niederlanden entdeckt wurde. "Spült dieses Virus mit dieser Welle hoch, oder ist das Virus dafür verantwortlich, dass diese Welle entstanden ist?", resümierte Drosten.

Die in Großbritannien nachgewiesene Mutation des Coronavirus ist dem Europäischen Zentrum für Krankheitsprävention und -kontrolle in mindestens drei weiteren Ländern Europas gemeldet worden.

Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery bezweifelte die britischen Aussagen zu der neuen Corona-Variante. Es handele sich ersten Ergebnissen zufolge um "die in Großbritannien beschriebene Variante".

Eine Mutation des Coronavirus geht in Südostengland um.

Laut BILD-Informationen wird die EU nachziehen und noch weiter reichende Schritte beschließen: Sie werde Anfang der Woche den gesamten Personen-Verkehr aus und ins Vereinigte Königreich stoppen - auch auf dem See- und dem Schienenweg! Premierminister Boris Johnson hatte betont, es gebe aber keine Hinweise darauf, dass Impfstoffe gegen die Mutation weniger effektiv seien. Der italienische Außenminister Luigi Di Maio schrieb auf Twitter, als Regierung müsse man die Italiener schützen und deshalb sei man dabei, eine entsprechende Anordnung zu unterzeichnen. Die Mutation sei in Österreich bisher nicht nachgewiesen worden. Außerdem müssen Einreisende aus Großbritannien wie aus den meisten anderen Staaten laut der seit Samstag geltenden Einreiseverordnung für bis zu zehn Tage in Quarantäne.

In Israel sprach sich Ministerpräsident Netanjahu sich für einen Einreisestopp für Passagiere aus Großbritannien, Dänemark und Südafrika aus.

Im Gespräch ist sogar eine vorübergehende Schließung des internationalen Flughafens Ben Gurion bei Tel Aviv. Mutationen sind nicht immer zum Vorteil der Viren. Hancock machte deutlich, dass die Maßnahmen länger nötig sein könnten, bis genug Menschen gegen das Coronavirus geimpft seien. Das müsse aber nicht unbedingt besser sein für das Virus. Sie sei aber nach bisherigen Erkenntnissen nicht tödlicher. Seit ihrem ersten Auftreten Mitte September in London oder der südöstlichen Grafschaft Kent habe sich diese Variante mittlerweile zur "dominanten" Form von Sars-Cov-2 entwickelt, erläuterte der oberste wissenschaftliche Berater der britischen Regierung, Patrick Vallance. Entdeckt worden sei die vorerst 501.V2 genannte Variante bei genetischen Untersuchungen von Proben aus verschiedenen Provinzen, sagte Gesundheitsminister Zweli Mkhize am Freitagabend in einer TV-Rede. Unklar ist bisher, ob sich das Auftauchen der neuen Variante auf künftige Impfungen auswirkt.

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