EU genehmigt Corona-Impfstoff

Corona-Impfstoff

Die endgültige Entscheidung hierüber will die EU-Kommission nun binnen zwei Tagen mit den Mitgliedstaaten treffen. "Heute fügen wir dem Kampf gegen Covid-19 ein wichtiges Kapitel hinzu", sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Aus Russland wurde gemeldet, dass der britisch-schwedische Pharmakonzern AstraZeneca mit dem russischen Forschungsinstitut hinter dem Corona-Impfstoff Sputnik V zusammenarbeiten will. Die EMA empfiehlt eine bedingte Marktzulassung für ein Jahr. "Wir überlegen uns daher, eine vom EU Kontingent unabhängige kleine Charge für diesen Zweck zu nutzen".

Im Internetprogramm der "Bild" sagte Sahin allerdings auch, die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen die neueste Virus-Mutation lasse sich derzeit nicht "garantieren". Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Hannover ist es erstmal landesweit der Fall, dass eine Kommune in Niedersachsen zu so einem Schritt greift, um die Corona-Pandemie einzudämmen. In Deutschland sollen die ersten Dosen an diesem Sonntag gespritzt werden. Dort werden zunächst Menschen in Gesundheitsberufen und Risikopatienten in Pflegeheimen geimpft.

Der Impfstoff ist bereits unter anderem in Großbritannien, den Vereinigten Staaten und Kanada zugelassen. Drei weitere Lieferungen mit knapp 1,9 Millionen Dosen seien für Ende Dezember und die erste Januarwoche vorgesehen.

Der Impfstoff kann somit in der gesamten Europäischen Union eingesetzt werden.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) war die vorletzte Instanz in der Reihe der Prüfungen. "Wir haben den Impfstoff bereits gegen circa 20 andere Virusvarianten mit anderen Mutationen getestet".

Das Präparat von Biontech ist ein sogenannter mRNA-Impfstoff. Dabei wird nach Darstellung des Paul-Ehrlich-Instituts genetische Information für den Bau eines ungefährlichen Erregerbestandteils mittels Injektion in den Muskel verabreicht. Er enthält keine Erreger, sondern lediglich sogenannte Messenger-RNA (kurz mRNA). Anschließend erkennt das menschliche Immunsystem den fremden Erregerbestandteil und baut eine schützende Immunantwort auf.

Die bedingte Zulassung des Biontech-Impfstoffs in der EU sei "großartig".

Es ist geplant, dass die Impfungen in Deutschland und dem Rest der EU ab dem 27. Dezember beginnen.

"Die heutige Entscheidung ist eine besonders persönliche und emotionale für uns alle bei Biontech", erklärte Sahin.

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