Astrazeneca - Nächster Pharmakonzern vermeldet Erfolg bei Corona-Impfstoff

Menschen mit Mund-Nasen-Schutz in einem Zimmer

Der US-Pharmakonzern AstraZeneca gab einen weiteren Erfolg bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus bekannt.

Der im Tandem mit der Universität Oxford entwickelte Impfstoffkandidat wusste vor allem bei der älteren Generation zu überzeugen.

Auf der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus hat mit AstraZeneca ein weiteres Pharmaunternehmen einen Studienerfolg gemeldet. Das Vakzin vermeide mit im Mittel 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken, teilte das Unternehmen auf Basis von Daten aus der wichtigen Testphase III am Montag mit. "Sie haben erstmals gezeigt: Es ist möglich", sagte Oxford-Forscherin Sarah Catherine Gilbert.

Experten erwarten, dass mehrere Impfstoffe eine Zulassung erhalten werden.

Biontech/Pfizer und Moderna planen, eine Notfallzulassung bei der amerikanischen Arzneimittelbehörde zu beantragen. Diese Ergebnisse spiegelten im Juli veröffentlichte Daten wider.

Denn einige Probandinnen und Probanden, die den Impfstoff getestet haben, berichteten von grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Wenn den Freiwilligen einen Monat später eine halbe Dosis des Impfstoffs vor einer vollen Dosis verabreicht wurde, zeigten sich laut Bloomberg die besten Ergebnisse.

Wird die erste Dosis jedoch halbiert, wie bei rund 2700 Teilnehmenden in Großbritannien, erreicht die Effektivität 90 Prozent und liegt damit im Bereich der vorläufigen Ergebnisse der RNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna. Es mache wenig Sinn, die Vakzine auf Grundlage von Ausschnitten aus den Phase-3-Daten voneinander abzugrenzen, sagte Danny Altman, Professor für Immunologie vom Imperial College London. RNA-Impfstoffe enthalten einen Teil der Erbinformationen bestimmter Virentypen, zum Beispiel der Coronaviren.

Peter Liese
7 min Bildrechte dpa

Beide Unternehmen erkannten demnach offiziell an, dass ihre Impfstoffe Nebenwirkungen hervorrufen können, die dem mildem Covid-19-Verlauf ähneln. Wie AstraZeneca gestern verlauten ließ, erzeuge AZD1222 robuste Immunität auch bei Senioren und soll sogar verträglicher sein als bei Jüngeren.

Bis Ende des Jahres will AstraZeneca 200 Millionen Dosen fertiggestellt haben, bis Ende des ersten Quartals 2021 weltweit 700 Millionen Dosen.

Bei der Auslieferung dürfte sich eine weitere Eigenschaft des Impfstoffs als vorteilhaft erweisen: Er kann bei Kühlschranktemperaturen zwischen zwei und acht Grad Celsius transportiert und monatelang gelagert werden. Die USA haben bereits Hunderte Millionen Dosen des Pfizer-Biontech-Impfstoffs vorbestellt.

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock sprach nach der Mitteilung von "fantastischen Nachrichten".

Vier Millionen Dosen des Oxford-Impfstoffs stehen im Vereinigten Königreich bereit, und 96 Millionen Dosen müssen noch abgegeben werden. Die britische Regierung hofft auf eine allmähliche Rückkehr zur Normalität nach Ostern. Er soll Erbmaterial des Virus in menschliche Zellen einschleusen, das Immunsystem darauf mit der Bildung von Antikörpern reagieren.

Sollten Moderna Anleger sofort verkaufen? Wir brauchen so viele Impfstoffe, wie wir kriegen können. Er benötigt aber eben auch eine höhere Kühlung, was die Logistik erschwert.

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