Ex-Schalke-Manager: Heidel-Rückkehr mach Mainz wohl perfekt

Christian Heidel ist wieder für den FSV Mainz 05 tätig

"Die Erwartungshaltung ist erdrückend", gestand der alte und neue Chef des FSV Mainz 05 bei seiner Vorstellung am Dienstag nach 1690 Tagen Abwesenheit ein: "Aber ich bin nicht der Heiland, ich bin nicht der Messias". Diesen noch zu schaffenden Posten soll ebenfalls ein in Mainz Bekannter übernehmen: Martin Schmidt, der 2010 als U-23-Trainer zum FSV gekommen war, im Februar 2017 von Heidel zum Cheftrainer befördert wurde, das Team anderthalb Jahre später in die Europa League führte und im Sommer 2018 unter Schröder gehen musste. Wir wünschen Christian Heidel, Martin Schmidt und Trainer X dennoch alles Gute.

Der Tabellen-17. tritt am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) beim Rekordmeister FC Bayern an, der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz beträgt fünf Punkte. Der 41 Jahre alte Däne könnte Nachfolger des am Montag entlassenen Jan-Moritz Lichte werden. Svensson würde vom österreichischen Zweitligisten FC Liefering kommen, wo er bis 2023 unter Vertrag steht. Seine Amtszeit bei den bayrischen Schwaben endete im März 2020. Bei seinem Wechsel nach Österreich kassierten die Mainzer angeblich 1,5 Millionen Euro, die Liefering nun wohl zurückerhalten soll.

Favorit auf das Traineramt ist weiter der frühere Mainzer Spieler Bo Svensson. "Wir wollen einen neuen Trainer, wir wollen auch dahingehend einen neuen Impuls setzen". Der langjährige Manager füllt damit die Lücke, die Sportvorstand Rouven Schröder mit seinem Abgang in der Vorwoche gerissen hatte.

Heidel in Richtung der Fans, die das armselige Auftreten des Bundesliga-Vorletzten mit scharfer Kritik begleitet hatten: "Ich war schockiert, wie man in den sozialen Medien miteinander umgeht. Ich kann nicht versprechen, dass wir einen Weltspieler holen, oder dass wir drei Neue holen".

Die Clubführung der Mainzer hatte große Hoffnungen in eine Rückkehr Heidels gelegt, der zuletzt ohne Amt war und sich eine Bedenkzeit erbeten hatte. Trotz seines Schlaganfalls vor eineinhalb Jahren gehe es ihm gesundheitlich "top", gab Heidel zu Protokoll.

Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung über die Personalien Heidel und Schmidt berichtet". Sie machten aber klar, dass der Neue erst nach dem Bayern-Spiel anfangen soll.

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