China: Alibaba-Gründer Jack Ma verschwunden - nach Kritik am Regime

Hat das chinesische Regime einen weiteren Kritiker mundtot gemacht? "Was ihn interessiert ist, was du tust, nachdem du reich geworden bist und ob du deine Interessen mit den Interessen des Staates in Einklang bringst".

Jack Ma ist der Gründer des Online-Versandhauses Alibaba und der reichste Mann Chinas. Seit Ende Oktober wurde er laut Berichten nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen.

Auch Ma's Twitter-Account ist verstummt: Teils sendete er täglich mehrere Tweets, seit dem 10. Oktober jedoch keinen einzigen mehr.

Die Sorge um den Verbleib des Ausnahme-Unternehmers wuchs zuletzt auch deshalb, weil Ma das zentrale Gesicht der von ihm selbst ins Leben gerufenen TV-Talentshow "Africa's Business Heroes" ist und als Juror im Finale im November kurzerzhand ersetzt wurde. Dabei hatte der Tech-Unternehemer im August noch via Tweet erklärt, er könne es kaum erwarten, die Finalisten der Show persönlich zu treffen. Grafiken oder Tabellen) und Sozialen Netzwerke (z.B. Laut "FT" verschwand aber auch sein Foto von der Jury-Webseite, wurde Jack Ma ebenso aus Werbevideos einfach herausgeschnitten. Ma hatte im Herbst den Zorn der Führung in Peking auf sich gezogen. Ma sagte bei einem Finanzforum in Shanghai unter anderem: "Das chinesische Finanzsystem hat kein System".

Der Fall erinnert stark an das Verschwinden um Ren Zhiqiang im März.

Ein hoher chinesischer Beamter zum "Wall Street Journal": "Xi kümmert sich nicht darum, ob du es in eine dieser Reichen-Listen geschafft hast oder nicht".

Im September wurde er zu 18 Jahren Knast verurteilt. Er habe "freiwillig" verschiedene Korruptionsdelikte gestanden, so das Gericht.

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