Deutsche Bank wendet mit Millionenzahlung Prozess in den USA ab

1 Die Deutsche Bank zahlt bei einem Vergleich in den USA mehrere Millionen Dollar

Die Vorwürfe sind schwerwiegend.

Dem US-Justizministerium zufolge sollen sich Mitarbeiter der Deutschen Bank mit einem saudiarabischen Berater zusammengetan haben, um eine Schmiergeldzahlung in Höhe von mehr als einer Million Dollar vorzunehmen. Die "New York Times" berichtete, US-Ermittler würden der Bank vorwerfen, bei der Anbahnung neuer Geschäftsbeziehungen unter anderem mit China gegen Gesetze gegen Bestechung verstoßen zu haben.

Eine mit der Sache vertraute Person bestätigte der Zeitung demnach, dass das Institut einem solchen Vergleich zustimmen würde. Die Deutsche Bank wollte sich zu dem Bericht allerdings nicht äußern.

Schon 2019 einigte sich das Finanzinstitut auf eine Zahlung von 16 Millionen US-Dollar.

1 Die Deutsche Bank zahlt bei einem Vergleich in den USA mehrere Millionen Dollar
1 Die Deutsche Bank zahlt bei einem Vergleich in den USA mehrere Millionen Dollar

Schmerzhafter als die 106 Millionen Euro, die das Frankfurter Geldinstitut zahlt, dürfte der erneute Image-Verlust in den Vereinigten Staaten sein. Die Angelegenheiten seien gründlich untersucht worden, dabei habe das Unternehmen voll mit dem Justizministerium und der Börsenaufsicht SEC kooperiert. "Das zeigt unseren Willen zur Transparenz und unsere Entschlossenheit, diese Themen abschließend hinter uns zu lassen", sagte ein Sprecher. Gemäß dem "Foreign Corrupt Practices Act" können die USA Bestechungsvorwürfe auch jenseits ihrer eigenen Landesgrenzen verfolgen.

Konkret wird in Gerichtsakten auch ein Schmiergeld-Deal im Jahr 2010 aufgeführt, bei dem über Vermittler geschäftliche Vorteile in Abu Dhabi erlangt werden sollten.

Der zweite Teil des Vergleichs betrifft Preismanipulationen einiger Deutsche-Bank-Finanzprofis im Handel mit Edelmetallkontrakten. "In den Jahren seit sich diese Vorgänge ereignet haben, haben wir zudem generell mehr als eine Milliarde Euro in Datenverarbeitung, Technologie und Kontrollen investiert sowie unsere Schulungen und operativen Prozesse verbessert". Wegen ähnlicher Vorwürfe war vor wenigen Monaten bereits der US-Großbank JPMorgan Chase eine Strafe von 920 Millionen Dollar von US-Behörden aufgebrummt worden.

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