Arnold Schwarzenegger: Hält Donald Trump für den schlechtesten Präsidenten aller Zeiten

Arnold Schwarzenegger über Donald Trump

Der Präsident habe versucht, den Ausgang einer Wahl zu kippen - "einer fairen Wahl". Er habe einen Staatsstreich gesucht und dafür Menschen mit Lügen in die Irre geführt, sagte er in einer unter anderem auf dem Instagram-Profil des 73-Jährigen veröffentlichten Videobotschaft.

Trump sei ein gescheiterter Anführer. "Er wird in die Geschichte eingehen als schlechtester Präsident aller Zeiten", so Schwarzenegger wörtlich.

Schwarzenegger forderte seine Mitbürger zur Einigkeit im Kampf für die Demokratie auf: "Wir müssen über uns selbst, unsere Parteien und unsere Meinungsverschiedenheiten hinausschauen", sagte der einstige Politiker, der selbst für die Republikaner antrat, "und die Demokratie an erste Stelle setzen". Die amerikanische Demokratie, so Schwarzenegger, sei wie ein Schwert, das in glühendem Feuer gehärtet werde. Der Mob, der das politische Zentrum Washingtons stürmte, habe nicht nur Fenster im Kapitol zerbrochen, sondern auch "die Ideen, die wir für selbstverständlich hielten". Eine wütende Menge drang daraufhin ins Kapitol ein, erzwang eine Unterbrechung der Sitzung und verwüstete Büros. Fünf Menschen kamen im Zusammenhang mit der Randale ums Leben, darunter ein Polizist.

In den sozialen Medien bekam der einstige "Terminator" viel Zustimmung für seine Aussagen, es gab aber auch Kritik an dem als unpassend und gefährlich empfundenen Vergleich mit der Judenverfolgung im Dritten Reich.

Der 73-Jährige zog Parallelen zwischen dem Angriff auf das US-Kongressgebäude und dem Nazi-Novemberpogrom von 1938 gegen die Juden, das er als "Kristallnacht "bezeichnete". Einige Anführer der Gruppe Proud Boys waren vor und nach den Krawallen in Washington festgenommen worden.

Der Sturm auf das US-Kapitol in Washington am 6. Januar verglich Schwarzenegger mit der Reichspogromnacht im November 1938. "Sie haben genau jene Prinzipien zertrampelt, auf denen unser Land gegründet wurde".

Dann erzählt der ehemalige republikanische Gouverneur Kaliforniens sehr persönlich davon, dass er in seiner Kindheit erlebt habe, wie "gebrochene Männer versucht hätten, ihre Schuld aus dem Zweiten Weltkrieg wegzutrinken" und dabei auch gewalttätig geworden seien.

Er habe darüber nie derart öffentlich gesprochen, "weil es eine schmerzhafte Erinnerung ist", sagt Schwarzenegger. Sein Vater sei ein oder zwei Mal pro Wochen betrunken nach Hause gekommen, habe herumgeschrien, die Familie geschlagen und Schwarzeneggers Mutter Angst gemacht.

Sein Vater und seine Nachbarn seien in der NS-Zeit durch Lügen verführt worden - "und ich weiß, wohin solche Lügen führen können". "Ich habe es mit meinen eigenen Ohren gehört und mit meinen eigenen Augen gesehen". "Das alles begann mit Lügen und Lügen und Lügen - und Intoleranz". Als Europäer wisse er aus erster Hand, wie Dinge ausser Kontrolle geraten könnten.

Zwar glaube er nicht, dass dies in den USA geschehen könne, dennoch müsse man sich der Konsequenzen von Selbstsucht und Zynismus bewusst werden.

Der Ex-Gouverneur rief zur Einheit auf und gelobte seine Unterstützung für den gewählten Präsidenten Joe Biden.

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