Konto von Donald Trump dauerhaft gesperrt

Evan El-Amin

Gesperrt wurde zudem das Twitter-Konto von Trumps Wahlkampfteam. Diese Nachricht wird von vielen Promis mit Erleichterung, aber auch Gelächter, aufgenommen.

Trump verurteilte die Sperrung seines privaten Twitter-Kontos, indem er sich über den offiziellen Account des US-Präsidenten an seine Anhänger richtete: "Heute Abend haben sich Twitter-Mitarbeiter mit Demokraten und der radikalen Linken zusammengetan, um mein Konto von ihrer Plattform zu entfernen, um mich und euch 75 Millionen großartiger Patrioten, die mich gewählt haben, zum Schweigen zu bringen".

Trump verliert damit einen wichtigen Kanal für die Kommunikation mit seinen Anhängern.

"Veep"-Star Julia Louis-Dreyfus (59) sprach Twitter-CEO Jack Dorsey (44) mit ihrem Tweet sogar direkt an: "Warum zum Teufel hat das so lange gedauert, Jack?"

Auch Schauspieler Josh Gad (39, "Prakti.com") meldete sich zu Wort: "Jetzt müssen wir ihm nur noch die Nuklearcodes abnehmen und dann sollte alles wieder in Ordnung sein", twitterte er. "Wir haben es geschafft!"

Und doch: Der größte Antreiber der Ausschreitungen war der US-Präsident selbst. In einem Video bezeugte der Präsident seine "Liebe" für die Eindringlinge und nannte sie "etwas Besonderes".

In einem weiteren Beitrag auf den Plattformen schrieb Trump: "Das sind Dinge und Ereignisse, die passieren, wenn ein heiliger Erdrutschsieg so unvermittelt und gemein" gestohlen werde. Trumps Anhänger hatten das Parlamentsgebäude in Washington erstürmt, während dort Beratungen zur Bestätigung des Wahlsiegs von Joe Biden liefen. Twitter begründete den Schritt mit dem "Risiko von Gewalt". Die laut Zuckerberg "schockierenden Ereignisse" der letzten 24 Stunden würden zeigen, dass Trump seine verbleibende Amtszeit nutzen wolle, "um den friedlichen und rechtmäßigen Machtwechsel zu seinem gewählten Nachfolger Joe Biden zu untergraben".

Das klang nach einer Rechtfertigung des bisherigen Vorgehens der Plattformen, denen in den vergangenen Jahren immer wieder vorgeworfen wurde, bei Trumps kontroversen Äußerungen häufiger mal ein Auge zuzudrücken.

Powell war als Sonderermittlerin der Regierung für den angeblichen Wahlbetrug eingesetzt. "Wenn Plünderungen beginnen, wird geschossen" - "when the looting starts, the shooting starts", drohte der Präsident.

Der Satz hätte auch als Aufruf zur Gewalt gewertet werden können, der gegen die Regeln der Plattform verstößt.

Schon seit der Präsidentschaftswahl hatte Trump regelmäßig Falschinformationen über Wahlergebnisse und den Wahlhergang auf seinem Twitter-Konto veröffentlicht.

Wie sehr die Außenwelt weiterhin auf Twitter schaut, wenn es um Informationen vom US-Präsidenten geht, zeigte sich erst am Donnerstag.

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