WHO-Team diese Woche in China erwartet

Warteschlange vor Corona Testzentrum in Peking Bild AFP

Nach einem längeren Tauziehen soll ein Team von Fachleuten, das im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach den Ursprüngen des Coronavirus suchen will, am 14.01.in China eintreffen. Gemeinsam mit chinesischen Wissenschaftlern sollen die Experten demnach untersuchen, ob das Virus zu seinem Ursprung zurückverfolgt werden kann.

Um die Reise der ExpertInnen gab es bis zuletzt Gerangel. Es gehe weniger um eigene Nachforschungen, sondern vielmehr darum, im Austausch mit den chinesischen Kollegen zu schauen, welche Spuren noch verfolgt werden könnten, wurde geschildert. Das zehnköpfige internationale Team soll fünf bis sechs Wochen in China arbeiten, wobei die Experten die ersten zwei Wochen in Quarantäne bleiben müssen. Die Mission verzögerte sich aber wegen ungeklärter Visafragen. Forscher wie der deutsche Epidemiologe Fabian Leendertz vom Robert Koch-Institut (RKI), der dem WHO-Team angehört, vermuten hingegen Fledermäuse aus Südchina als Ursprung. Ob sie auch in die zentralchinesische Metropole Wuhan reisen dürfen, steht noch nicht fest.

Mit dem Einreisetermin und der folgenden Quarantäne wird die Zeit für die WHO-Mission allerdings knapp, da am 12. Februar schon das chinesische Neujahrsfest begangen wird. Dort war das Sars-CoV-2-Virus vor gut einem Jahr erstmals entdeckt worden. Zunächst hatte Peking eine unabhängige internationale Untersuchung der Ursprünge des Virus verweigert. Wie der Erreger von Tieren - vermutlich Fledermäusen - auf den Menschen übersprang, ist bis heute unklar. China sieht sich international mit Vorwürfen konfrontiert, es wolle eine Verantwortung für den Ausbruch der Pandemie vertuschen. Seit Monaten streuen chinesische Stellen auch Zweifel, ob das Virus überhaupt aus China stammt. Vor dem Hintergrund von Kritik am anfänglichen Umgang mit Informationen über das Virus verteidigte der Sprecher Chinas Kooperation mit der WHO als "offen und transparent". Außenminister Wang Yi wiederholte kürzlich die Ansicht, dass "die Pandemie wahrscheinlich an mehreren Punkten auf der Welt begann".

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