Datenaustausch: Facebook äußert sich zu AGB-Änderung bei WhatsApp

WhatsApps neue AGBs

Acton begründete seinen Abgang mit der zuvor getroffenen Entscheidung, Anzeigen in WhatsApp einzuführen, und hat dazu aufgerufen, "Facebook zu löschen".

Wie der Anwalt vermutet, hängen die neuen Regeln damit zusammen, dass Facebook schon seit längerem daran arbeitet, die Messaging-Dienste von Facebook, WhatsApp und Instagram, welches ebenfalls zu Facebook gehört, zusammenzulegen. Wir können mithilfe der von ihnen erhaltenen Informationen und sie können mithilfe der Informationen, die wir mit ihnen teilen, unsere Dienste bzw. ihre Angebote betreiben, bereitstellen, verbessern, verstehen, individualisieren, unterstützen und vermarkten. Anders als derzeit viele behaupten, bedeutet dies aber nicht, dass Daten im großen Stil an Facebook weitergegeben werden.

Zwar hat das Unternehmen Berichte dementiert, nach denen WhatsApp-Nutzerdaten ab Februar an Facebook weitergeleitet werden sollen - zumindest für europäische Nutzer gelte hier eine Ausnahme. Für die Verarbeitung der Daten stütze man sich auf unterschiedliche Rechtsgrundlagen. Der Datenschutzbeauftrage hält zunächst fest, dass die Zuständigkeit seit Inkraftreten der DSGVO bei der irischen Datenschutzbehörde liegt.

Laut Caspar ist die EU-Version der Datenschutzrichtlinien keineswegs unbedenklich. Stimmst du zu, kannst du WhatsApp weiterhin wie gewohnt nutzen. Und dafür musst du nicht bei Facebook registriert sein, damit Zuckerberg und Co. ihren Nutzen aus deinen Daten ziehen kann. Stimmt man nicht zu, wird man WhatsApp nicht weiter verwenden können.

Eine WhatsApp-Sprecherin sagte dem Techblog "ArsTechnica", dass die Änderung der Nutzungsbedingungen des Messengers dazu diene, Unternehmen die Möglichkeit zu geben, WhatsApp-Chats über die breitere Infrastruktur von Facebook zu speichern.

Das ist bemerkenswert vor dem Hintergrund, dass die Wettbewerbshüter der US-Regierung, die Federal Trade Commission, eben wegen der Zusammenarbeit von WhatsApp und Facebook gegen Facebook ermitteln - und eine Rückabwicklung der Fusion ausdrücklich als Option sieht.

In den Datenschutzrichtlinien von Facebook gibt es ebenfalls Regelungen für den diensteübergreifenden Austausch von Daten. Dort gehe es darum, herauszufinden, wie Personen Produkte von Facebook-Unternehmen nutzen und mit ihnen interagieren. Dass das Thema Datenschutz bei vielen Menschen eine zunehmend wichtigere Rolle spielt, zeigt sich am deutlichen Wachstum dieser Dienste - dieses dürfte wohl auch künftig nicht abreißen. "Nun müssen alle Nutzerinnen und Nutzer entscheiden, ob sie diese Zusammenlegung auch definitiv mitmachen möchten". "Wir werden uns bezüglich dieser Fragestellung abermals mit der Aufsichtsbehörde in Irland in Verbindung setzen".

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