Ford schreibt 4,1 Milliarden Dollar ab - Produktionsende in Brasilien

Ford zieht sich aus Brasilien zurück – nach 100 Jahren. Ford Standort in Campo Mourao: Der US-Autobauer zieht sich aus Brasilien zurück

Jahrelang schrieb Ford in Brasilien Verluste.

Allerdings kommt diese Erholung nach einer schweren Wirtschaftskrise, durch die Brasilien in den vergangenen Jahren gegangen ist. "Wir wissen, dass dies sehr schwierige, aber nötige Schritte sind, um ein gesundes und tragfähiges Geschäft aufzubauen", sagte Konzernchef Jim Farley.

Die Produktion in den Werken Camacari im Bundesstaat Bahia, Taubate im Bundesstaat Sao Paulo sowie der Fabrik der Abteilung Troller in Horizonte im Bundesstaat Ceara werde 2021 eingestellt, teilte Ford weiter mit. Die beiden erstgenannten Werke würden sofort geschlossen. Nach einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg fallen durch die Schließung 5.000 Stellen weg. Ford hat international schon länger Probleme und verdiente zuletzt nur noch Geld im US-Heimatmarkt. Ford hatte bereits im Februar 2019 sein ältestes Werk in Brasilien geschlossen, in dem mehr als 3000 Menschen arbeiteten.

Sein regionales Hauptquartier in São Paulo will Ford nach eigenen Angaben behalten, auch der Kundenservice und die Vertriebsaktivitäten in Südamerikas größter Volkswirtschaft sollen erhalten bleiben, die Fahrzeuge künftig vor allem aus Argentinien und Uruguay importiert werden.

Ford war noch dem deutschen Volkswagen-Konzern der erste große Autobauer in Brasilien.

Die Auswirkungen auf den Automarkt des 200-Millionen-Einwohner-Landes waren dramatisch: In den Jahren 2012 und 2013 wurden in Brasilien Daten von Statista zufolge noch jeweils etwa 3,8 Millionen Autos verkauft. Das Unterfangen erwies sich als Flop, Ford zog sich 1945 wieder zurück.

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