VW-Dieselskandal: Prozess gegen Ex-Chef Martin Winterkorn geplatzt

Der frühere VW-Konzernchef Martin Winterkorn muss sich wegen möglicher Marktmanipulation im Dieselskandal nicht vor Gericht verantworten. An dem ab Ende Februar geplanten Betrugsprozess wegen erhöhter Diesel-Abgaswerte halte man aber fest.

Im Fall einer Verurteilung in beiden Verfahren wären beide Strafen zu einer Gesamtstrafe addiert worden - wobei die Strafe wegen einer Marktmanipulation im Vergleich zu der wegen Betrugs erwarteten Strafe "nicht beträchtlich ins Gewicht fällt "und "nicht zu einer wesentlichen Erhöhung der Gesamtstrafe führen "würde". Winterkorn ist aber noch wegen eines anderen Vergehens angeklagt. Die Ermittler warfen ihnen vor, Anleger zu spät über die finanziellen Folgen der Abgasaffäre ins Bild gesetzt zu haben.

Nachdem die Manipulationen an Millionen Dieselmotoren im September 2015 öffentlich bekannt geworden waren, stürzte der VW-Aktienkurs zeitweise ab - Investoren sehen sich getäuscht und fordern in einem Zivilprozess Milliarden-Schadenersatz. Die Wiedergutmachung des Skandals hat Volkswagen bisher rund 32 Milliarden Euro gekostet. Winterkorn hat den Vorwurf des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs und der Kfz-Steuerhinterziehung zurückgewiesen. Ein Unsicherheitsfaktor ist hierbei jedoch der Gesundheitszustand von Winterkorn. Hier droht dem Ex-VW-Chef eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Laut einem Gutachten der Uni-Klinik München muss er sich dringend einer Hüftoperation unterziehen.

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