Programmierer verliert Passwort zu seinem Bitcoin-Vermögen - Panorama

Bitcoins können reich machen- vorausgesetzt man erinnert sich an sein Passwort

Zusätzlichen Schutz versprach er sich noch durch das handschriftliche Notieren seines IronKey-Passworts auf einem Zettel.

Der deutsche Programmierer Stefan Thomas hat seine 7.002 Bitcoins vor Jahren in der Schweiz von einem Bitcoin-Fan bekommen, weil er 2011 das in der Szene bekannte Youtube-Video "What is Bitcoin?" erstellt hatte.

Ein Programmierer in San Francisco hat nur noch zwei Versuche, um das vergessene Passwort eines Bitcoin-Vermögens zu erraten. Damals lag der Wert bei 2 bis 6 Dollar pro Bitcoin. Vor neun Jahren stellte Thomas zum ersten Mal fest, dass er keinen Konto-Zugang mehr hatte. Er habe bereits acht Mal ein falsches Passwort eingegeben, sagt er - beim zehntem Fehlschlag verschlüsselt sich die Festplatte für immer. "Ein elementarer Baustein in der Bitcoin-Architektur ist das Wallet-Passwort". Es kann zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr geändert werden. Beim Dienstleister Wallet Recovery Services sollen die Hilfeanfragen derzeit dreimal so hoch sein wie vor einem Monat, berichtet die "New York Times".

Aber auch seine externe Festplatte, IronKey, ist mit einem Passwort gesichert.

Ein Programmierer in San Francisco hat der "New York Times" zufolge nur noch zwei Versuche, um das vergessene Passwort eines Bitcoin-Vermögens zu erraten, das aktuell mehr als 200 Millionen Dollar wert ist. Nach zehn Falscheingaben bleibt der Zugriff auf den Inhalt verwehrt, das Gerät verschlüsselt dann alle Inhalte automatisch. Thomas hat dabei schon acht der von ihm am häufigsten verwendeten Passwort-Variationen ausprobiert, doch ohne Erfolg.

"Ich lag einfach im Bett und dachte darüber nach. Dann würde ich mit irgendeiner neuen Strategie an den Computer gehen, und es würde nicht funktionieren, und ich würde wieder verzweifelt sein". "Der Grund, warum wir Banken haben, ist, dass wir uns nicht mit all diesen Dingen beschäftigen wollen, die Banken tun".

Inzwischen haben aufgrund des Bekanntwerdens der Geschichte durch die NYT Sicherheitsexperten, wie der ehemalige Facebook-Sicherheitschef Alex Stamos, Thomas bereits öffentlich Hilfe via Twitter angeboten.

"Ich scherze, wenn ich sage, dass ich es freischalten werde. Bitte hören Sie auf, Leute zu schicken, die mich bitten, ihre Wallets aufzuschließen".

"Eine schmerzhafte Erinnerung. Ich hoffe, andere können aus meinen Fehlern lernen".

Programmierer Thomas hofft nun laut "New York Times", dass Experten eines Tages vielleicht doch eine Möglichkeit finden, komplexe Passwörter wie seines zu knacken. "Eine Unze Voraussicht hätte ein Jahrzehnt des Bedauerns verhindern können". Diese wären im Augenblick rund 200 Millionen Euro wert. Doch sein Problem mit dem Passwort hat ihn nachdenklich gemacht. Laut einer Schätzung der Firma Chainalysis sind etwa 20 Prozent aller Bitcoins - weit über 100 Milliarden Euro - wegen verlorener Passwörter nicht zugänglich.

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