Lockdown wohl bis Februar - Schutzmasken und Homeoffice im Blick

Vorerst wird es wohl keine Lockerungen geben

Wie Spahn sagte, können nach einem Abgleich mit Daten der Krankenkassen nun 34,1 Millionen Menschen aus Corona-Risikogruppen vom Bund finanzierte FFP2-Masken bekommen - zunächst war nach Schätzungen mit 27 Millionen gerechnet worden. "Denn im Frühjahr haben viel mehr Arbeitgeber ihren Beschäftigten die Möglichkeit zu Hause zu arbeiten eingeräumt", sagte Scholz, der aber nicht von einer Homeoffice-Pflicht sprechen wollte. Labor-Analysen und Auswertungen zu neuen, wohl ansteckenderen Virus-Varianten sollen verstärkt werden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Januar 2021 um 12:00 Uhr. Spahn sagte in Berlin: "Es ist besser, wenn wir jetzt zusammen noch die nächsten zwei, drei, vielleicht vier Wochen die Zahlen deutlich runterbringen, Kontakte reduzieren". Bei den Infektionszahlen und der Auslastung der Intensivstationen scheine es in den letzten Tagen zwar Rückgänge zu geben. "Wir waren ja schon einmal auf dem Weg runter vor einigen Wochen, und dann baute sich die nächste Welle schon wieder auf". Deshalb dürften die sinkenden Zahlen kein Grund dafür sein, nachzulassen, sondern vielmehr mutiger und konsequenter weiterzumachen.

Auch Scholz forderte, die Betriebe in Sachen Homeoffice mehr in die Pflicht zu nehmen, es könne dort "nicht bei Appellen" bleiben, sagte er in dem "Bild"-Talk".

Bundeskanzlerin Merkel will am Dienstag erneut mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder über das weitere Vorgehen beraten.

Die Wirtschaft - wie Lauterbach es fordert - für einige Zeit komplett stillzulegen, kommt für Scholz nicht in Frage: "Wir wollen ja pragmatisch bleiben und nichts Unmögliches verlangen", sagte der Vizekanzler.

Laut Spahn sind die Arbeitswelt und der private Bereich im Fokus für mögliche Verschärfungen der Beschränkungen.

Der Direktor der Klinik für Operative Intensivmedizin und Intermediate Care am Universitätsklinikum Aachen, betonte aber zugleich, man sei mit derzeit knapp 5.000 Patienten in intensivmedizinischer Behandlung "leider noch weit über dem Peak der ersten Welle mit 3.000 Patienten - und ganz weit entfernt von einem Normalbetrieb". "Es liegt eine Auswahl von Möglichkeiten auf dem Tisch", sagte Altmaier der "Rheinischen Post". Wo dies nicht möglich sei, müsse man mindestens wöchentlich testen und Masken auch am Arbeitsplatz tragen. Wegen dieser neuen Viren-Varianten ist SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach für einen harten, dreiwöchigen Lockdown. Dadurch, dass sich möglicherweise viel mehr Menschen viel schneller ansteckten, kämen auch möglicherweise mehr in die Kliniken. Auch deshalb sei Kontaktreduzierung nötig. Doch die politischen Diskussionen und Erklärungen zum Wochenauftakt lassen eher den Eindruck aufkommen: Noch ist ziemlich unklar, wie die Verantwortlichen eine weitere Verschärfung der Coronakrise verhindern wollen.

Weil es aufwendig ist, das gesamte Genom der Viren zu untersuchen, bekommen die Labore künftig 220 Euro pro Probe vom Bund.

Zwei Tage vor dem Bund-Länder-Treffen über eine mögliche Verschärfung der Alltagsbeschränkungen sickern mögliche Einzelheiten durch.

Auch der Idee, FFP2-Masken im öffentlichen Raum stärker einzusetzen, könne er viel abgewinnen, sagte Bovenschulte.

FFP2-Masken seien sicherer, weil sie den Träger selber, aber auch das Gegenüber schützten, sagte Gitter. Die Zahl der Krankentage pro Elternteil wird zudem von 10 auf 20 verdoppelt. Grundsätzlich seien FFP2-Masken und OP-Masken inzwischen allgemein verfügbar.

Am Montagmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 7141 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden - das waren rund 5400 weniger als vor einer Woche. Der Höchststand lag am 22. Dezember bei 197,6. Ziel von Bund und Ländern ist ein Niveau von unter 50.

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